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Die wahre Kirche Christi und die Zeremonien
Offenbarungen Jesu
durch Franz Schumi
Die wahre Kirche Christi und die Zeremonien
Der Mensch ist ein Tempel des in ihm wohnenden
Gottes Jesus Jehova Zebaot, - daher ist ein liebendes
Herz des Menschen die einzig wahre geistige Kirche Gottes, weil die alleinseligmachende, und die einzig wahre Religion die
Liebe der Seele ist, wie Christus lehrt, und diese geistige Kirche –
als die reine, - Gott über alles, und den Nächsten wie sich selbst liebende
Seele, ist die Braut Christi, da in ihrem Herzen, als in dem geistigen Himmel,
ihr Bräutigam Christus Selber, als Geist Gottes wohnt.
Die Abhängigkeit der Priester vom Staate.
Die heutigen „angeblichen“ Gottesdiener stehen
unter dem Schutze und der Erhaltung des Staates und sind daher Diener und
mitherrschender Teil der Staatsgewalt; deshalb müssen sie schweigen gegen die
Übertretungen und Verbrechen der Staatsgewalt gegen die Menschen, daher sind
sie aber auch keine Gottesdiener, sondern Mietlinge des Staates, denn sonst
würden sie ihr Wort gegen die Staatsgewalt erheben, wo sie gegen die
Gottesgebote handelt und rücksichtslos gegen Gott und seine Kinder, die
Menschen, sündigt. Nicht Gottesdiener, sondern Gottesfeinde bezeichnet der
Apostel Jakob (4, 4) solche Priester.
Warum beschützt die Regierung die Priesterschaft?
Die Priester beten für die Erhaltung der Monarchen.
Die Priester sagen nichts und erheben keinen Einspruch, wenn die Regierung,
deren Haupt der Herrscher ist, gegen alle Gebote Gottes sündigen und ihre
Handlungsweise im grellsten Widerspruche mit den göttlichen Gesetzen steht; nur
dass man sie in der Ruhe lässt.
Dieses tut die Geistlichkeit, weil sie selbst gegen alle
Gebote sündigt; weil sie sich gegen Jesu Worte: „Niemand kann Gott und dem Mammon zugleich dienen“ (Matth. 6, 24; Luk. 16, 13) Riesenkapitalien
zusammengescharrt und sie noch immer vermehrt, auf fetten Pfründen sitzt und
wie die adelsherrschenden Personen einen besonderen,
geistlich und monarchisch höchst privilegierten Staat und Stand im Staate
bildet. Daher vertragen sich die zwei Löwen im Staate gut. Daher der
gegenseitige Schutz des Staates für die Kirche, wie folgende österreichischen
Justizkniffe beweisen:
Religionsstörung.
Sobald jemand etwas über die Religion spricht
oder schreibt, da schreien die Priester über die Religionsstörung. Nun fragen
wir: Wann ist denn ein Gesetz herausgegeben worden, welches verbietet die
Wahrheit zu reden und zu schreiben wie die reine Jesu Liebelehre in der Bibel
lautet; - und beleuchten, wie diese von den Priestern durch Aufstellung von
hab-, ehr-, und herrschsüchtigen Menschensatzungen zerstört und unchristlich
gemacht wurde, wenn man die Beweise durch Bibeltexte vollkräftig aufstellt?!
Die Beleidigung der gesetzlich anerkannten
Staatsreligion und Staatskirche.
Mit dieser Anklagargumentation oder Begründung
treten die römisch-katholischen Priester und sie vertretenden Advokaten auf,
wenn jemand die Kirchen-Zeremonien bekrittelt, oder den römischen Geistlichen
bei ihren Zeremonien und kirchlichen Amtshandlungen, wie z.B. Versehgängen,
Prozessionen, nicht die von ihnen verlangte angeblich gebührende Reverenz
macht, als wenn sie ein Vorrecht vor anderen Kirchen hätten, was aber nicht der
Fall ist, denn nach österreichischem Staatsgrundgesetz Art.14 haben alle
Untertanen volle Glaubens- und Gewissensfreiheit für jedermann gewährleistet.
Aber sie berufen sich auf § 303, welcher von
der Verspottung der Gebräuche einer staatlich anerkannten Kirche handelt. –
Aber auch in Deutschland wachsen die Dornen für die Verbreiter der Wahrheit.
Der Kirchenbau.
Ich Jehova weissagte durch den Propheten Hosea 8, 14, wie einst in fernen Jahrtausenden die
römischen Kirche voller Götzenbilder und Götzenstatuen „Heilige“ und „Heiligen“
genannt, bauen wird, indem Ich sagte:
„Israel
(Israel bedeutet: „Die Berufenen und Auserwählten“) hat vergessen seines Schöpfers und sich Götzentempel (in der Vulgata steht: delubra) gebaut“.
Die Geschichte des Judenvolkes beweist euch,
dass unter Israel das christliche Volk und unter Götzentempel bloß die
römisch-katholischen und orthodoxen Kirchen gemeint sind, weil die Juden nie
Götzentempel bauten, sondern bloß Götzenaltare aufstellten. – Also seht ihr,
dass die äußeren Heiligenkirchen vor Mir Jesus Jehova heidnische Götzentempel
sind und nichts anderes.
Die wahre Kirche Gottes.
Der Fels, auf welchem Christus beteuerte Seine Kirche
bauen zu wollen, ist nicht die Persönlichkeit des Petrus, sondern der Inbegriff
der moralischen Eigenschaften des festen Glaubens, und diese Eigenschaften
hatte Petrus gemeinsam mit den anderen Aposteln, deren menschlicher Bruder,
aber nicht deren Fürst er war. „Die
Fürstenwürde vernichtet das Apostolat.“
(Chr. U. Wiss. 113) Vergleiche dazu
die Fürstenwürde der Bischöfe, Eminenzen der Kardinäle, Gottestitel des
„heiligen Vaters“ in Rom usw. (Offbg. 15, 4; Matth. 23, 9; Joh. 17, 11).
Auf diesen Fels (Petrus) werde Ich Meine Kirche
bauen und die Pforten der Hölle, werden sie nicht überwinden. Auch das ist
geistig zu verstehen; denn wie kann man ein Kirchengebäude über oder auf dem
Leibe eines Menschen bauen?
Der Fels bedeutet geistig die „Wahrheit“, die
Wahrheit ist aber Christus oder Gott, wie Ich Mich beim letzten Abendmahl
bezeichnete und weil Petrus sagte; „Du
bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, was eine Wahrheit war,
daher sagte Ich, als der Geist Gottes im Petrus diese Wahrheit zum Bewusstsein
brachte, du Simon Jonas Sohn, du bist Petrus, d.h. Träger der göttlichen
Wahrheit in deinem Ausspruch über Mich, und auf dieser Wahrheit, nämlich auf
Meiner Lehre der Wahrheit, werde Ich Meine Gemeinde bauen und die Pforten der
Hölle, welche sind die Anläufe der Antichristen gegen Meine göttliche Wahrheit,
werden sie nicht besiegen. („Die christliche Theosophie“, Kap. 42, 32 – 34. )
Wenn die Menschen einen Versammlungsort zum Gebet wünschen,
so möge dieser einfach und frei von jeder Künstelei sein, welche den Sinn
zerstreut und den Geist beunruhigt. Gott ist nicht eine sicht- und tastbare
Materie, Gott ist der reinste Geist und kann vom menschlichen Herzen nur im
Zustande demütiger Sammlung empfunden werden.
Denn nicht umsonst habe Ich Christus geboten,
sich im geheimen Kämmerlein einzuschließen, wenn man betet. Die stille Sammlung
des Menschen in sich durchleuchtet seine Seele mit Wahrheit, während die äußere
künstliche sie blendet. Je mehr der Mensch sich dem äußeren, von ihm selbst geschaffenen
Glanz und der äußeren zeremoniellen Gebetsverrichtung hingibt, desto finsterer
und armseliger wird es in seinem Inneren. (Ch. U. W. 103 – 4)
Kirche, Zeremonien, Gemeindelehrer.
Diktat am 18. 4. 1901. Graz,
durch Franz Schumi.
Ich Jesus, sah im voraus, was im Laufe der Zeit
aus Meiner Lehre des Himmels für ein priesterlich-zeremonielles Ausbeutungswerk
wird, und wie das unwissende Volk statt mit Meiner himmlischen Lehre, mit
menschlichen Satzungen zur Bereicherung der Priester gespeist, und zur
Knechtung des Volkes durch die Herrschaft der Priester herunter gewürdigt wird,
deshalb habe Ich
nie gesagt, dass man Tempel oder Kirchen bauen soll. Auch habe Ich keine
Priester noch weniger irgendwelche Zeremonien aufgestellt, weil das alles sich
gegen Gott und Seine Lehre schon unter der jüdischen Priesterschaft erwiesen
hat.
Paulus sagt (Ephes.
4, 11): dass Ich einige zu Aposteln, (1.Kor. 12, 28) einige zu Evangelisten,
einige zu Hirten und einige zu Lehrern (Apg. 11, 27;
13, 1) aufgestellt habe.
Die Apostel als Meine speziellen Glaubensboten, waren
ausgerüstet durch die Geistestaufe mit allem, was sei benötigten, worüber unter
den Gaben des Heiligen Geistes im Buche „Die heilige Dreieinigkeit“ alles
aufgezählt und zu ersehen ist.
Die Propheten in der urchristlichen Gemeinde waren
Begnadigte, welche zuweilen Aufklärungen über die Zukunft erhielten, auch haben
sie Meine geistige Lehre richtig zu verstehen die Gnade gehabt, daher waren sie
die Dolmetscher der Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testaments.
Evangelisten waren alle Meine Jünger genannt,
weil sie das Evangelium überall predigten und ausbreiteten.
Hirten nannte man diejenigen
Personen der Gemeinde, welche auf die Ordnung in der Gemeinde zu sehen hatten.
Diese Ordnung bestand aber in dem, dass niemand aus eigenem Willen etwas
vornahm, sondern alles musste erst der Gemeinde zur Begutachtung vorgelegt
werden, und wenn diese es für gut befunden hatte, wurde es auch ins Werk
umgesetzt.
Endlich die Lehrer, diese waren schriftgelehrte
fromme Menschen, verheiratete Familienväter, deren Frauen und Kinder ein Muster
der ganzen Gemeinde waren. Aus diesen bildete sich zugleich der Stand der Gemeinde-Aufseher
im Geistigen, griechisch episcopos, neudeutsch Bischof
(1. Timoth. 3, 2) genannt. Doch waren diese
Familienväter nicht besser als andere Gemeindemitglieder angesehen, auch hatten
sie keine Besoldung, sondern sie ernährten sich aus dem Eigenen. Aus diesen
Gemeinde-Aufsehern bildete sich später der bischöfliche Stand aus.
Über den Uranfang waren sie in keiner Art besser als jedes andere Mitglied der
Gemeinde. Ihr
späteres Ansehen verdanken sie der gewaltigen Knechtung der Minderen und der
ganzen Gemeinden, daher ist Mein Geist nicht mit ihnen, weil sie noch immer
knechtende Gewaltherrscher sind, während dort, wo Mein göttlicher Geist
herrscht, die Freiheit waltet. (2. Kor. 3, 17)
Kirchen-Luxus.
Meine Kinder, seht nur an diese
Tempel (Kirchen genannt), die sie bauen. Zierat
auf Zierat, eine Verschnörkelung um die andere, Luxus
auf Luxus, geschnitzte Bilder, gemalte Kunstwände und lauter fahles Zeug,
glaubt denn die Menschheit Mich dort zu finden? O nein, in solch´ ein Haus
kehre Ich nie zu Gast; sondern nur in ein demütiges, bescheidenes Herz.
Meine lieben Kinder, seht nur, wie sie in ihrer prächtigen
Kleidung, bedient von vielen Händen (Der Sohn des Menschen ist nicht
gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen, ja sogar sein Leben zu
geben, als Lösegeld für Viele – Matth. 20, 28, s. Joh. 13, 4 ff.) umherstolzieren! – Nenne Ich das Demut? – Solch ein Mensch
nähert sich dem Satan, denn es ist nur Stolz und Habsucht darinnen zu finden,
aber keine Bescheidenheit oder Demut. Schaut, was für Gepränge sie
sich selbst zu Ehren bereiten, soll das vor Mir ein Opfer sein? – Statt dass
sie Samaritanern gleich umherziehen und den Armen
helfen würden aus ihrer bedrängten Not, statt dessen fordern sie selbst noch
Schätze, damit sich ihr Satanshaus vergrößere, statt dass er sich mindere für
die Armen. O wie
vielen Armen wäre damit geholfen, wenn die Gläubigen ihre Kostbarkeiten und
Geld an die Armen und nicht für die Kirchen geben würden! –
O ja, Meine Lieben, Ich mache schon eine kleine
Ausnahme, aber besonders auf dem Lande; denn da muß
oft der schlechte Weg herhalten, damit sie verzeihliche Opfer bringen Meiner
Ehre, denn da vergelte Ich die Mühe; die sie jenen (kranken) Menschen bringen.
Aber in der Stadt, in einem bequemen Ort, da lässt sich die Geistlichkeit wohl
geschehen, denn da fährt man, statt zu gehen. Soll das als ein Beispiel dienen
Meiner Lehre? – Meine Lieben, habe Ich Mich gehüllt in goldene Gewänder? - Habe
Ich Mich überall bedienen lassen?. – War Ich geldgierig? - O gewiß nicht, denn Ich tue alles für die Liebe. Aber das Geld des Goldes
ist Mir Abscheu, denn es sind dem Satan seine Lose für die Hölle.
Meine Kinder, Ich tue alles für die Liebe,
diese erstrahle gleich dem schönsten Gold im ganzen Weltall, denn das Gold der
(Gottes- und Nächsten-) Liebe ist das reine, unverfälschte Gold, das ist das
Gold, was Ich einsetze und was ewig goldig bleibt. Meine Kinder, schmückt euch
mit dem Gold der Liebe, denn in dem sollt ihr erstrahlen, gleich dem
schönsten Stern am Firmament. Ja das Gold der Liebe, das kennen eure Geistlichen
nicht, nur das Gold des Satans kennen sie.
(Liebeswerk 30.7.1895 A.N.)
Die Wortbedeutung von ecclesia
und Kirche.
Die Bezeichnung „Kirche“ der römischen Priesterschaft ist
nicht wie zur Apostelzeit die „christliche Gemeinde“, sondern als machtausübende Hierarchie (d.h. Priesterschaft) oder Papst
aufzufassen; denn erstens hat nicht mehr die christliche Gemeinde das Recht,
wie es in der Urchristenheit der Brauch war, sondern der jeweilige Papst hat
die Kirchengesetze zu diktieren und anzugeben. - In der Urchristengemeinde haben diejenigen,
welche das innere Wort hatten, den Willen Gottes verkündet; - diesen Vorzug
nimmt sich seit vielen Jahrhunderten jeder Papst für sich, ohne das innere Wort
zu haben – und behauptet, dass ihm vom Heiligen Geiste diktiert wurde, woher
die Kirchengesetze auch die Bezeichnung „heilige Gesetze der Kirche“ führen,
allein diese heiligen Papstgesetze sind so antichristlich verfasst, dass sie
das Volk nicht allgemein erfahren darf, um nicht mit Gewalt gegen das Priestertum
vorzugehen. –
Zweitens, die römische Kirche berät sich nie mit dem
Volke, sondern sie diktiert ihm „Mußgesetze“, welche
es stillschweigend annehmen und befolgen muß, wenn es
nicht verflucht und in die Hölle verdammt werden will, weil so der Schlusssatz
der päpstlichen Kirchengesetze lautet.
Die
Kirche ist ein fortdauerndes Altjudentum: Dort der Tempel als alleinseligmachendes Haus der Gottesanbetung, hier die
Kirche als allein seligmachendes Haus der
Gottesanbetung; dort die Pharisäer, - hier Pharisäer; dort Tierschlachterei als
heiliges Hostienopfer, hier Kreuzigung Christi als heiliges Hostienopfer; dort
Zeremonien, hier Zeremonien; dort in der jüdischen Synagoge lehrte man die
Gotteslehre mit falschen, von Pharisäern aufgebrachten Menschensatzungen
vermischt; hier in der katholischen Kirche trägt man die, kolossale Lügen
enthaltende Heiligengeschichte und päpstliche Menschensatzungen in die Predigt
mischend, vor; dort Volksverdummung und Ausbeutung, hier Volksverdummung und
Ausbeutung; dort endlich die Vernichtung der Gräuel vor Gott. Hier endlich die
Vernichtung der Gräuel vor Gott! – Amen!
Paulus schrieb (1. Tim. 3, 15) an den
Timotheus: Das Haus Gottes ist die
Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler (oder Säule) und Grundfeste der Wahrheit. Das heißt:
Die Menschen und nicht ein gebautes Haus sind das Haus Gottes.
Im griechischen und lateinischen Urtext steht ecclesia und dieses Wort übersetze Martin Luther in
„Gemeine“, was dasselbe als Gemeinde bedeutet. Die römische Kirche übersetzte ecclesia in Kirche und darin steckt der Widerspruch, denn
das Urwort von Kirche (Die Ethmologie über das Urwort
Kirche (lies in der christlichen Theosophie Kap. 85, 14) ist kiri-ka, das heißt Herren- und Gotteshaus. Eccle-sia
griechisch-lateinisch bedeutet aber die Gesamtheit der Bekenner eines und
desselben Glaubens.
Die wahre freie Kirche.
Die Grundgedanken, wie sie der Vater Jesus im Evangelium
Jesu Christis, I. Bd., Kap. 202, hierfür gegeben hat.
„So ihr
die Menschen lehrt in Meinem Namen, da tut allezeit, wie Ich tue (so
sprach Vater Jesus zu den Aposteln im Jahre 30), zuerst durch gute Taten und dann erst mit schlichten, einfachen und
wahren Worten vorgehen und ihr werdet dadurch bald viele wahrhaftige Jünger
zählen können!“
„Aber so
ihr euch selbst bis nahe über die Sterne hinaus in lauter tiefste Geheimnisse
einkleidet und den Menschen begreiflich machen wollt, dass ihr von Gott berufen
seid, sie zu richten, zu segnen oder zu verfluchen und ärgert euch dann noch
oben drauf, so euch Meine Engel bei solchen Dingen nicht unterstützen, so muß es euch ja klar sein, dass also zu handeln, durchaus
nicht Mein Wille, der euch geoffenbart ist, sondern
ihr euch selbst eine Ordnung geschaffen habt, und aus dieser eine neue, wohl
eingefriedete Kirche an der Stelle der alten mosaischen habt aufbauen wollen,
vor der eure Lämmer ihre Knie schon von weitem beugen sollen.“
Seht, also war es mit der mosaischen Kirche und
sie brachte, wie eingefriedigt ward, keine, oder nur wenige und das meist verkümmerte
Früchte!
„Ich gebe
euch nun eine vollkommen freieste Kirche, die keiner anderen Einfriedigung
benötigt, als bei jedem Menschen für sich das höchst eigene Herz, in dem der
Geist und die Wahrheit wohnt, allwo Gott von den wahren Verehrern allein
erkannt und angebetet sein will.“
„Ihr
sollt als diejenigen, denen Ich zuerst Meinen Geist mitteilte, euch darum nicht
um ein Haar besser dünken, als da ist ein jeder andere Mensch, und sollt aus
der Gabe nicht irgend ein festes Amt machen, gleich wie solches tun die Heiden
und die doppelt finsteren Juden und Pharisäer, sondern da ist nur Einer euer
aller Herr; ihr alle aber seid ganz gleich als Brüder und Schwestern und soll
nie darin ein Unterschied sein unter euch!“
„Also
soll auch keine Regel sein unter euch und sollt auch nicht halten an gewisse
Tage und Zeiten, als wären sie irgend besser oder schlechter, oder dass Gott
nur gewisse Tage eingesetzt hätte, an denen Er eure Gebete anhöre und eure
Opfer annehmen möchte; - Ich sage euch: Bei Gott sind alle Tage gleich und der
beste ist unter vielen der, an dem ihr eurem Nächsten wahrhaft Gutes erwiesen
habt! – Und so soll in Zukunft den wahren Gott wohlgefälligen Sabbat-Tag nur
euere gute Tat bestimmen!“
„An
welchem Tage ihr Gutes tun werdet, an demselben Tage wird auch der rechte
Sabbat sein, der bei Gott gerechnet wird.“
„Wollt
ihr aber ein so genanntes Gotteshaus bauen, da erbaut Kranken- und
Versorgungshäuser für eure armen Brüder und Schwestern, dient ihnen darin mit
allem, was sie benötigen, so werdet ihr sogestaltig
den wahren Gottesdienst verrichten, an dem der Vater im Himmel ein großes
Wohlgefallen haben wird!“
"An
solchem echten und allein wahren Gottesdienste wird man erkennen, dass ihr
wahrhaft Meine Jünger seid!“
Die allein selig machende Kirche und die wahre
Religion.
Welche von den christlichen Kirchen ist die alleinseligmachende, weil jede für sich dieses Vorrecht
beansprucht? –
Die alleinseligmachende Kirche ist die
Liebe, wie Ich Jesus sie erklärte:
In Mathäus, Kap. 22, Verse 37 – 40: „Liebe Gott über alles; deinen Nächsten aber
wie dich selbst; denn darin sind Moses und die Propheten begriffen." So
erklärte Ich Jesus diese Frage in den christlich theosophischen Büchern.
Apg. 17, 23 – 25: Paulus
sprach zu Athen auf dem Areopag (oder hohen Gerichtshof): Der unbekannte Gott, dem ihr einen Altar aufgerichtet habt und Ihn
verehrt, ist der Gott, der die Welt, und alles, was darin ist, hervorgebracht
hat. Aber Er, als der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln
(oder Kirchen), welche die Menschen bauten; auch wird Er nicht von Menschen
bedient (mit Zeremonien), als wenn Er
etwas oder jemanden bedürfe;
Er Selbst ist es ja, der allen Leben, Odem und
alles gibt.
Wann habe Ich Jesus anbefohlen, Tempel und
Bethäuser oder Kirchen um teures Geld zu erbauen, und dafür tausende Arme
hungern zu lassen? Habe Ich nicht statt Kirchenbau die Werke der Nächstenliebe
zu üben angeraten? (Matth. 22, 37 – 40: -
7, 12; - 23, 31 – 36; - Luk 10, 25 -37; - Jakob 2, 14
-26: Gal. 5, 6; - 1. Kor. 13, 1 -13) Sind nicht Mein Leben und Meine Lehren ein
fortwährendes Beispiel der Nächstenliebe gewesen?!
Seht, die Betätigung in der
Nächstenliebe durch die All-Liebe zu Gott ist die alleinseligmachende
Kirche bei Mir; nicht aber aus Holz und Steinen gebaute Kirchen.
Joh. 4, 21 -24
berichtet das Zwiegespräch zwischen Mir Jesus und dem samaritischen
Weibe, zu welchem Ich ungefähr sprach: Weib!
Glaube Mir, es kommt die Zeit, dass ihr Samariten
weder auf eurem Berge Garizim, noch zu Jerusalem im
Tempel Salomons euren himmlischen Vater anbeten werdet. Denn die Zeit ist schon
da, dass die wahren Anbeter ihren Vater im Himmel im Geiste (ihrer Liebe) und in der Wahrheit (durch die
Betätigung in der Nächstenliebe) anbeten
werden; denn Gott ist Geist, und die Ihn anbeten, die müssen Ihn im Geiste
(ihrer Liebe des Herzens) und in der
Wahrheit, indem sie dies durch die tätige Liebe tuend, Ihn anbeten.
Im Jahre 1294 gab Papst Bonifaz VIII. eine
Bulle aus, worin es heißt: „Wir erklären,
sagen, bestimmen und entscheiden hiermit, da alle menschliche Kreatur dem Papste unterworfen sei, und
dass man nicht selig werden könne, ohne dies zu glauben.“
Ganz dem entgegen bekehren euch die Apostel,
was dazu gehört, um selig zu werden, z.B. Jokobus 1,
27: Ein reiner und unbefleckter
Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: Die Waisen und Witwen in der Trübsal
besuchen, und sich vor der Welt unbefleckt halten.
Die allein seligmachende
Kirche und die Priester-Gewaltherrschaft
Ein Abschnitt aus der Führung Dr. Martin Luthers im
Jenseits.
(im Jahre 1546)
Jesus (ungekannt) sagte zu römisch-katholischen
Priestern: Ihr habt von einer allein seligmachenden Kirche gesprochen, und diese sei die
römische. Gut, sagte Mir, wann hat Christus eine allein seligmachende
Kirche Roms aufgestellt? Diese Frage war den Priestern unerwartet
gekommen, doch sammelte sich einer unter ihnen und sagte: Und doch ist es eine Tatsache, dass Apostel Paulus in Rom war,
verschiedene Briefe schrieb und die Gemeinde Roms belehrte, somit haben die
römischen Christen aus Paulus Mund die echte und somit die allein seligmachende Lehre Christi empfangen und daher ist die
römische die allein seligmachende Kirche, weil sich
die anderen von ihr losgelöst und andere Glaubenslehren predigen als ihre
Mutterkirche.
(Jesus:) Ah,
so kommst du Mir mit der „Alleinseligmachenden“! Da wirst du Mir schon auch
erklären müssen, wie sich eure Gegenlehren zu der echten Christuslehre
verhalten. Ich stelle dir nun die Frage auf: Wann hat Paulus gelehrt, dass die
Priester eine Extra-Menschenklasse unter den Menschen sind und sie von Menschen
für ihre Lügen und Heidenzeremonien gezahlt und ohne Arbeit erhalten werden
müssen? Haben nicht die Apostel, wie es im ersten Briefe an die Korinther
(4. u. 9. Kapitel) heißt, mit der Arbeit
ihrer Hände sich ihr Brot mühselig verdienen müssen? Haben sie nicht die ganze
Woche gearbeitet als Handwerker und am Samstag unentgeltlich die Gemeinde
gelehrt? Und wenn es auch heißt: „Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert“, so muß doch der Arbeiter zuerst vom Arbeitgeber aufgenommen
werden; - ihr aber drängt euch auf mit Gewalt von Kirchen- und politischen
Strafen und knechtet diejenigen, die euch in die Arbeit nehmen sollten, ihr
werft sie in die Kerker, foltert sie und verbrennt sie auf dem
Scheiterhaufen, wenn diese armen mit Gewalt unterjochten Arbeitgeber ein Laut
des Unglaubens oder Unwillens gegen eure räubermäßigen Glaubenshandhabung
erheben. Hat so Christus und hat so Paulus die Grundsätze der Gotteslehre den
Gläubigen in den Kopf eingeschlagen? Und sich hoch und teuer mästen lassen?
Redet ihr „Alleinseligmachen“!
Dieser mit aller Wucht ausgesprochenen Worte
waren niederschmetternd für sie; denn es war damals (im 16. Jahrhundert) die
Zeit der großen kirchlichen Verderbnis der Lehren und Sitten, und das arme Volk
stöhnte unter der Last der römischen Kirche.
Beispiele zu allein seligmachenden
Kirche.
1843, 22. März, Graz. J. Lorber.
Vater Jesus gibt durch einige Beispiele zu verstehen, wie der Mensch sich die
wahre lebendige Kirche und Religion in sich bildet, nach welchen Aufklärungen
wir uns zu richten haben.
Wenn ihr nur so ein wenig nachdenket, so kann
es euch unmöglich entgehen, dass das eigentliche Himmelreich des Herrn als das
Grundleben des Geistes in sich, unmöglich anders erreicht werden kann, als so
nur, wenn der Mensch in sich, d.h. in seinem Geiste die vom Herrn
vorgezeichneten Bedingungen zur Erlangung eben dieses Lebens werktätig erfüllt,
d.h. er muß dieses Leben zuvor in sich finden, und
hat er es gefunden, dann muß er es stärken und
kräftigen nach der vorgeschriebenen Ordnung des Herrn, der allein es nur wissen
kann, was zur Erreichung des reell bestimmten geistigen Lebens vonnöten ist.
Wenn nun aber jemand will durch törichte,
weltlich eigennützige, dazu noch allerschmutzigste vollkommen tote Mittel sich
das Himmelreich erkaufen, welches, wie schon bemerkt, das eigentliche Leben des
Geistes ist, - so ist solch´ eine Handlung ja doch bei weitem noch törichter
und unsinniger, als so da jemand einen Acker, der überaus steinig ist, mit
Weizenkorn gesät hätte; da aber das Weizenkorn nicht
aufgehen möchte, er dann noch mehr Steine auf den Acker führen würde, um
dadurch das Weizenkorn aufgehen zu machen, - Muß
aber nicht der vernünftige Ackersmann seinen Acker vorher in ein gutes Erdreich
verwandeln, dann dasselbe düngen und sodann erst das edle Weizenkorn in die
Furchen legen, auf dass es dann erkeime und aufgehe, und bringe viel Frucht?
Solches muß doch ein jeder nur einigermaßen in der
Landwirtschaft bewanderte Landmann zugestehen. Wenn aber schon ein Weizenkorn
nur unter dieser allein wahren Bedingung fruchtbringend wird, und auf keine
andere Weise demselben der Segen abgenommen werden kann, wie soll demnach der
viel edlere Lebenssame des Geistes auf einem allerwidersinnigsten Acker zur
lebendigen Frucht des ewigen Lebens erwachsen? –
Ich will euch ein noch anschaulicheres Beispiel
geben, aus welchem ihr diesen überaus wichtigen Punkt noch heller erschauen
sollet. Um aber dieses Beispiel in der Fülle der Klarheit zu verstehen, wollen
wir einige Punkte demselben vorsetzen, durch welche die Richtigkeit des
bevorstehenden Beispiels wahrhaft mathematisch richtig dargestellt werden soll;
und so hört denn! – Ihr wisst, dass sich ungleichartige und ungleichnamige
Größen nicht zusammenzählen und vermehren lassen; wer da einen Säckel Geld hat
von etwa tausend Groschen, wird er dadurch das Geld vermehren, wenn er zu
diesem Gelde tausend Steine hinzulegt? – So jemand besitzt ein Haus, wird er
dadurch zum Besitz eines zweiten und größeren Hauses gelangen, so er in der
Absicht sich eine Menge Möbel bei einem Schreiner anschafft? – So jemand zehn
Schafe hat, wird er dadurch mehr Schafe bekommen, so er sich noch einen leeren
Stall baut? – Also ist es doch erschaulich, dass zur
Vermehrung eines und desselben Dinges oder Gegenstandes mehrere gleichartige
Dinge und Gegenstände vonnöten sind. – Da wir nun dieses wissen, so stelle Ich
euch nun das Beispiel auf:
Es sei irgend ein törichter Mann, der aber
einen sehnsuchtsvollen Wunsch hat, Kinder seiner Zeugung zu haben, um sich
dadurch in seinen Kindern fortleben zu sehen; da er aber dabei ein törichter
Mann ist, der nicht weiß, woher und wie die Kinder gezeugt werden, so wendet er
sich an einen falschen Freund, und fragt ihn um Rat, wie solches anzustellen
sei. Da aber der habsüchtige falsche Freund die Torheit unseres Mannes merkt,
welcher ein vermögender Kautz ist, da gedenkt der
falsche Freund und spricht zu sich selbst: Im Trüben ist gut fischen, - die
Torheit dieses Mannes will ich mir auf die lustigste Weise zu nutzen machen;
und da er Solches beschließt, spricht er zum törichten Manne: Höre, guter Freund, Solches, das du willst,
ist sehr schwierig und mit vielerlei Kostenaufwand verbunden; jedoch wenn es
dir vollkommen ernst ist, so will ich dir eine solche Gelegenheit wohl
verschaffen, und dich dann unterweisen, wie du es anzustellen hast; aber das
setze ich zur Hauptbedingung, dass du mir in allen Dingen ungezweifelt folgst.
Wirst du mir folgen, so wird dir dein beabsichtigtes Werk wohl gelingen; wo
aber nicht, so bist du für alle Zeiten verloren! – Nach solcher Voräußerung
des falschen Freundes beteuert ihm der törichte Mann und spricht: Da ich weiß, dass du allein ein so kenntnisreicher
Mann bist, so will ich mich dir auch ganz anvertrauen; gebe mir nur das Mittel
an die Hand und mir soll es nicht zu teuer werden. – Was tut aber nun unser
falscher Freund? – Hört! Anstatt dem törichten Mann zu geben ein lebendiges
Weib, verkauft er ihm um teures Geld eine hölzerne Bildsäule und spricht zu
ihm: Lege diese in ein Bett und hauche
sie fleißig an; so du dich ebenfalls zu ihr in das Bett legst, da wirst du mit
der Zeit unfehlbar zu einer reichen Nachkommenschaft kommen. Unser Mann
nimmt nun solche Bildsäule und trägt sie nach Hause, legt sie alsogleich in sein Bett und sich auch sobald zu der
Bildsäule, und fängt diese an anzuhauchen. Solches tut er ein Jahr lang fort,
aber noch will sich kein Nachkommen zeigen; darum geht er zum falschen Freunde
und fragt ihn um die Ursache. Dieser aber spricht: Was fällt dir Törichtes ein? Wer wird wollen in einem Jahr schon
lebendige Früchte haben, nachdem doch ein Baum in die Erde gesetzt selbst erst
nach mehreren Jahren anfängt Früchte zu tragen? – Er aber preist ihm zur Erreichung solches Zweckes noch allerlei
andere Mittel an, welche bei ihm, als dem falschen Freunde käuflich zu haben
sind. - Der törichte Mann kauft sie ihm auch nach den bestimmten Preisen
ab und gebraucht sie nach der falschen Vorschrift; aber es kommt alles dessen
ungeachtet keine lebendige Frucht zum Vorschein, und wieder erkundigt sich der
törichte Betrogene beim falschen Freunde um die Ursache des Nichtgelingens. –
Der falsche Freund schiebt da die Ursache gar pfiffig geheimnisvoll weise tuend
auf allerlei arglistig ersonnene Umstände und beschwichtigt ihn so lange, bis
dem törichten Manne sogar zu Folge des herangerückten Alters alle wirkliche
Zeugungskraft verlassen hat; - und unser falscher Freund vertröstet den
törichten Mann damit, dass eine lebendige Nachkommenschaft ihm sicher dann
folgen werde, wenn er das zeitliche Leben verlassen wird, und gibt ihm dazu
noch Schutzmittel an, was er mit der Bildsäule am Ende seines Lebens tun
soll, damit ihm aus dieser eine ganz sichere lebendige Nachkommenschaft werde.
– Und seht, der Tor stellt sich am Ende sogar mit dieser Verheißung zufrieden!
–
Also hätten wir nun das Beispiel; - es fragt sich aber, wie haben wir es zu
betrachten, damit uns aus ihm das bedungene Licht werde? – Ich sage euch:
Solches wird nun überaus leicht folgen:
1. Ist es
doch ersichtlich, dass sich das Leben nur wieder im Leben und nicht in einer
toten Materie zeugen lässt; also muß der Mann doch
ein lebendiges Weib haben, aber nicht eine tote Bildsäule aus Holz. –
2.
Betrachtet ihr euch nun als Menschen, in denen das wahre Himmelreich sollte gezeugt werden, und das zwar mit der heiligen Braut des
Lebens, welche da ist das Wort Gottes lebendig und heißt die Kirche des Herrn.
– So aber die Kirche ist eine hölzerne und tote Bildsäule, in der kein Leben
ist, aber von den habsüchtigen falschen Freunden, welche sich Priester Gottes
nennen, dennoch ums Geld trügerischer Weise als lebendig und zur Zeugung des
Lebens einzig und allein tauglich verkauft wird, während das Leben doch nur
durch das Leben kann gezeugt werden, da ist ja doch solch´ eine Kirche ein allerschnödester
Betrug, dass man sich keinen größeren denken kann; - und dass die Anhänger
solch einer Kirche doch sicher nicht minder allerblödsinnigste Toren sind, als
unser Mann im Beispiel, muß doch einem jeden nur
einigermaßen helleren Denker auf den ersten Blick sonnenklar in die Augen
springen. –
Hat nicht Paulus mit großer Erregtheit seines Gemütes
gepredigt, „der da ein anderes Evangelium
predigen möchte, als allein das nur, was der Herr gepredigt hat, nämlich den
Herrn Selbst, der da gekreuzigt worden ist, also Jesum Christum im Geiste und
in der Wahrheit werktätig, der wird nicht in das Reich der Himmel eingehen“ ! ?
–
Nun betrachtet aber eine Kirche, die aus Steinen erbaut ist; eine Kirche,
deren Hauptmotto Gold und Silber ist; eine Kirche, die einen Himmel verspricht,
den sie selbst nicht im Geringsten kennt, - eine Kirche, die ihre törichten
Gläubigen zur Erlangung eines noch törichteren Himmels mit allerlei
geheimnisvollen Mitteln ums Geld, noch dazu plagt, treibt, richtet und noch
obendrauf fleißig verdammt; da müsst ihr bei der Betrachtung solch´ einer
Kirche die hölzerne Bildsäule im Bette unseres törichten Mannes ja ebenfalls
auf den ersten Blick unwiderlegbar erkennen; da dem Manne am Ende nichts übrig
bleibt, als der lebendige Wunsch, lebendige Nachkommen zu haben, ohne jedoch
sich solcher je erfreuen zu können. –
Seht, also stehen die Aktien des Lebens auf der
Welt, nicht nur allein in eurer katholischen, sondern auch in jeder anderen
sich ebenfalls für allein seligmachend haltenden
Sektenkirche. – Wenn ihr nun nach diesem Beispiel
unseren vorliegenden Himmel betrachtet, so werdet ihr ihn ebenfalls auf den
ersten Augenblick als vollkommen entsprechend erschauen. Denn da er eine Frucht
ist aus einer Kirche, die da gleich ist einer toten Bildsäule, so ist auch
alles dasjenige, was das eigentliche Leben in sich selbst sein soll, ebenfalls
nur eine plumpe tote Plastik und nichts als eine Ausgeburt eines törichten,
betrogenen und somit auch unmöglich lebendig erfüllten Wunsches. Daß aber ein solcher Himmel von keinem Bestand sein
kann, kann ja daraus sehr leicht ersehen werden, so ihr bedenket, dass er
nichts anderes ist, als eine Trugplastik des Geistes, der wohl das Leben hätte
zeugen mögen, aber dasselbe nicht zeugen konnte, weil ihm dazu das lebendige
Mittel mangelte. (ChtS. 3, 152)
Der Mensch ist ein Tempel des in ihm wohnenden Gottes Jesus-Jehova-Zebaot.
Die heutigen Menschen meinen, Gott wohne hoch
über den Sternen und deshalb höre Er nicht die Stimme des Menschen und Er sei
überhaupt zu hochheilig und zu allmächtig, um sich mit dem einzelnen Menschen
abzugeben. Andere, auch fromme Menschen äußern sich: Gott ist nicht allwissend,
sondern Er hat Seine Berater, Bischöfe und Heilige, wie ein weltlicher
Herrscher seine Ratgeber! – Man ersieht hieraus, wie Gläubige ihrem Prediger
glauben, weil ihnen manches nicht fassbar ist und sie keine solche Beispiele an
ihren Predigern sehen, dass sie zum unbedingten Glauben gezogen wären.
Ihr meint, Gott hat Seine Berater; Bischöfe,
Päpste, Heilige! – O, ihr weltweise Menschen! Wer war
denn Mein Berater, als Ich die unzähligen Sternenwelten, die Sonne, die Erde,
die verschiedenartigsten Mineralien, Pflanzen, Blumen, Tiere und die ersten
Menschen so kunstvoll erschaffen habe! ?? – Wisst ihr
nicht, dass mit solchen Ansichten ihr Gott Seine hochheiligen Vorzüge –
herunterwürdigt und Ihn zu einem schwachen Menschen stempelt, der andere zu
Seiner Belehrung braucht!?
Die Kirche ist die Braut Christi.
Diktat durch Franz Schumi am 1.2.1898 in Graz.
Eure Priester sagen, dass die Kirche Braut
Christi ist. Diese Lehre findet man unter Meinen Lehren in der Bibel nicht.
O Kinder, wie
elendig ihr Irre geführt werdet von euren Priestern! Glaubt ihr wirklich, dass
Ich das Leben alles Lebens, die kalten und toten Kirchenmauern als Meine Braut
betrachte? Meine Kinder, betrachtet das Herz eurer Seele als Meinen
Tempel, wo Ich, Jesus Christus, euer Gott, Meinen Thron aufgeschlagen habe,
dann werdet ihr finden, dass niemand sonst, als eure Seele Meine Braut sein
kann!? Zwar sagen euch die Geistlichen, wenn man sie ins Horn treibt, dass die
Kirchengemeinde die Braut Christi ist, allein das ist alles nur Blendwerk, denn
statt eures Leibes haben sie die Kirche als den Tempel, statt eures
Seelenherzens den Tabernakel, statt Mich, eine Stück toten Mehlteigs als Gott
Jesus Jehova Zebaot aufgestellt, braucht ihr noch
mehr Aufklärung? Ja, dann wärt ihr taub und blind, und daher noch lange nicht
reif für Mein geistiges Reich.
Nun hört den Ausspruch Gottes, aus dem
Wortlaut der Bibel, in welchem Tempel oder in welcher Kirche Er wohnt: Im
Jahre 1038 vor Christo weissagte Ich durch den Propheten Nathan (2. Sam. 7, 14
-16; - 1 Chronik 17, 4. 11 -14. 17 -27) David!
Du sollst Mir zur Wohnung kein Haus bauen, sondern Ich werde einst in der
zukünftigen Zeit durch Meine Weisheit Mich im Samen und Stamme Davida unter dem
Namen Gottessohn inkarnieren und dieser wird das
wahre Gotteshaus im Herzen der Menschen Mir bauen, worüber die gründliche
Aufklärung im Buche „Die heilige Dreieinigkeit“ zu lesen ist.
Diese Weissagung hat Salomo, der Sohn Davids
falsch verstanden, da er sich nur nach dem Buchstabensinn richtete, ohne den
geistigen Grundsinn zu beachten und daher lest ihr in der zweiten Chronik,
Kapitel 6, 7 – 21. dass er alles, was Ich von Jesus sprach, auf Sich selbst
bezog und Folgendes zu Mir sprach: „Es
war im Herzen Davids, meines Vaters, ein Haus zu bauen Jehovas, des Gottes
Israels;
8. aber
Jehova sprach zu David, meinem Vater: Weil es in deinem Herzen ist, ein Haus zu
bauen Meinem Namen; so hast du wohlgetan, dass es in deinem Herzen ist;
9.
Doch sollst du das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn … der soll Meinem Namen
das Haus bauen.
10.
So hat nun Jehova Sein Wort erfüllt, das ER geredet. Denn ich bin an Davids,
meines Vaters statt aufgestanden und habe mich auf den Thron Israels gesetzt,
wie Jehova geredet und ich habe den Namen Jehovas, des Gottes Israels, das Haus
gebauet.
18. Aber
sollte Gott wirklich bei den Menschen auf Erden wohnen? Siehe! Der Himmel und
die Himmel der Himmel können Dich nicht fassen, geschweige dieses Haus, das ich
gebaut habe.
19. Doch
blicke auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen, Jehova, mein Gott!
Und höre auf das Rufen und Gebet, welches Dein Knecht betet vor Dir.
20.
Laß Deine Augen offen sein über dieses Haus bei Tag
und bei Nacht über den Ort, von dem Du gesagt hast, dass Du Deinen Namen dahin
legen wolltest! Höre auf das Gebet, welches Dein Knecht an diesem Orte
betet.
21. Und höre auf
das Flehen Deines Knechtes und Deines Volkes Israel, das sie tun an diesem Orte
Deiner Wohnung im Himmel; höre darauf und vergib“. –
Beim Propheten Jesajas 66 lest ihr folgende
Stellen:
1. So
spricht Jehova: Der Himmel ist Mein Thron, die Erde Meiner Füße Schemel. Wo
sollte stehen das Haus, dass ihr Mir bauen wollt? Und wo die Stätte sein, die
Meine Ruhestätte wäre?
2. Alles
dieses hat Meine Hand gemacht, dass es ward, spricht Jehova. Ich sehe auf den
Demütigen hin und den, der zerknirschten Geistes ist, und auf den, der
Ehrfurcht hat gegen Mein Wort.
3. Hört Jehovas
Wort ihr, die ihr vor demselben Ehrfurcht habt! Eure
Brüder, die euch hassen und Meinetwegen euch verstoßen, sagen: Jehova
verherrliche Sich! Aber Er wird Sich zeigen zu eurer Freude; und jene werden
beschämt werden. –
Daher lest in der
Apostelgeschichte 7, 48 und 17, 24:
Gott, der
Allerhöchste, der Herr des Himmels und der Erde wohnt nicht in Tempeln oder
Kirchen, die von Menschenhänden gemacht werden, wie der Prophet Gottes
Jesajas spricht: und so lautet auch die obige Stelle aus der 2. Chronik, Vers
18.
Noch entscheidender drückte Ich Mich durch den
Propheten Hosea 8, 14 ff aus:
14. Wann Israel
(d.h. „das Menschengeschlecht“) seines
Schöpfers vergisst (d.h. heidnisch wird), dann baut es Tempel (delubra nach Vulgata) oder
Götzenkirchen nach dem Wortlaute der Apostelgeschichte 7, 48.
Wenn Gott nicht in Tempeln oder Kirchen wohnt,
die von Menschenhänden aufgebaut sind, wo wohnt Er denn? Darüber bringt euch
außer anderen der Apostel Paulus entscheidende Nachrichten und zwar im 1.
Briefe an die Korinther 3, 16 und 17:
16.
Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid?
17. So
jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn Gottes Tempel
ist heilig und ein solcher seid ihr. – Ebendaselbst Kap. 6, 19:
19.
Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des euch innewohnenden Heiligen
Geistes ist?
Daß euer Fleischleib,
den ihr keusch und frei von allen Sinnenbegierden und materiellen Wünschen, die
euch von der Liebe zu Gott und den Nächsten ablenken, halten müsst, ein Tempel
des in eurem Seelenherzen wohnenden Gottes Jesus Jehova Zebaot
ist, wird auch bestätigt durch Mich Jesus Selbst, der Ich Meinen Fleischleib
einen „Tempel“ nannte (Joh. 2, 18 – 22; Matth. 27, 40; - Mark. 14, 58; - 15, 29)
So lest ihr auch
im 2. Brief Pauli an die Korinther 6, 16:
16. Ihr
seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott spricht: In ihnen will Ich
wohnen, und unter ihnen wandeln; Ich werde sein ihr Gott, sie werden sein Mein
Volk.
Dieser Heilige Geist (1. Kor. 6, 19) und
lebendige Gott (2. Kor. 6, 16) bin Ich Jesus Christus Selbst, denn nach der
Auferstehung von den Toten kam Ich zu Meinen Jüngern, hauchte sie an und sagte
aus eigener Machtvollkommenheit; „Empfangt
den Heiligen Geist“! (Joh. 2, 18 – 22) Ebenso wie
einst Gott Jehova, als Er den Adam aus dem Feingeistigen der Erde bildete, denn
da blies oder hauchte Jehova auch Seinen Heiligen Geist in die Nase des Adams;
und also ward der Mensch zu einer lebendigen Seele. (1. Mos.
2, 7)
Paulus fragt im 2. Brief die Korinther 13. 5: Habt ihr noch gar nicht bemerkt, dass Jesus
Christus in euch ist? – Derselbe Paulus schreibt an die Galater
2, 20: „Christus lebt in Mir.“
Im
Sendschreiben an die Römer 8, 10. 11 sagt Paulus ausdrücklich, dass der Geist
Christi im Menschen wohnt.
Petrus schrieb an die Hebr.
3, 6:
Christus
ist als Sohn Gottes Seinem Haus vorgesetzt: Dieses Haus sind wir, wenn wir
anders die zuversichtige und ruhmvolle Hoffnung bis
ans Ende festhalten. –
Und so lest ihr die Aufmunterung im 1. Petri 2, 5:
Werdet
ein geistiges Haus, eine heilige (d.h. eine gottgeweihte) Priesterschaft, um geistige Opfer zu
bringen, die Gott durch Jesum Christum wohlgefallen.
Offenbarung 21, 22: Als Johannes die
Offenbarung schrieb, waren ihm die geistigen Augen geöffnet, damit er sah, was
er zu schreiben hatte, und da erzählte er von der Stadt des himmlischen
Jerusalem folgendes: Einen Tempel
(oder Kirche) sah ich nicht in ihr, denn
Gott, der Herr, der Allherrscher, ist Selbst ihr
Tempel und das Lamm (oder die Demut und Unschuld).
Nach diesen biblischen Texten ist es euch klar,
dass Gott nicht in Tempeln und Kirchen, die von Menschen erbaut sind, sondern
nur in den Herzen der Menschen wohnt und sich da kundgibt denjenigen, die an
ihn fest glauben und in Seinen Liebesgesetzen wandeln.
Trotz allen diesen biblischen Beweisen wird in
den römisch-katholischen Kirchen fest und steif die Lüge aufrecht erhalten und
behauptet, dass Gott im Tabernakel, in der Mehlteighostie lebt, sich dort
anbeten lässt und Er, als der Gefangene, von den Priestern unter dem
abgezogenen Schlüssel darin eingesperrt gehalten wird, damit Er den Dummen,
welche sich ihre Börse von den Priestern durch „Gott opfern“ rupfen und leeren
lassen, nicht durchgehen kann aus dem Gräuel der Verwüstung in der Kirche
Gottes. –
Jehova verspricht Jesum zu senden, der Ihm einen
Tempel bauen wird.
Zacharia 6, 12 – 13:
Der Prophet erzählt von seinem Gesicht, das er hatte, und was ihm der Engel
(des Herrn) kundgab, darunter: So spricht
der Herr Zebaoth: Siehe, es ist ein Mann, der heißt Ze-mach
(d.h. „Gottes-Knecht“ und „Gottes-Sohn“), denn unter Ihm wird´s wachsen; und Er wird
bauen des Herrn Tempel (im Herzen der Menschen; - II. Chron.
6, 8). Ja, den Tempel des Herrn wird Er
bauen und wird den Schmuck (der Liebe Gottes; 1. Joh.
4, 8. 16) tragen, und wird sitzen und
herrschen auf Seinem (geistigen) Thron;
(Matth. 26, 64; 25, 31) Er wird auch Priester (nach Seiner Seele) sein (wie zu Malchisedeks Zeit) auf seinem (geistigen) Thron und wird Friede sein zwischen den
beiden (nämlich zwischen Jesus Jehova Zebaot und
Seinem Kinde, dem Menschen).
Jehova verspricht Jesu ein beständiges Haus Gottes im
Herzen der Menschen zu erbauen.
1. Samuel 2, 35: Ich Jehova will Mir (in Christo) einen treuen Priester erwecken, der nach Meinem Herzen und Meiner Seele
handeln wird; dem will Ich ein beständiges Haus (Gottes der Liebe im Herzen
der Menschen) bauen, dass (der
Mensch) vor Meinem Gesalbten (oder
Christus nach Meinem Willen) wandele
immerdar.
Die angeführten Zitate (Diktat durch Franz Schumi am 1.2.1898 in Graz) der Bibel belehren euch, wie
Ich der Herr Meine Lehre Meinen Kindern vorgetragen wissen will. Allein in der Kirche
verschweigt man alles, was das Ansehen der Kirche schädigen und das Bewusstsein
des Menschen erhöhen könnte, dass er selbst ein lebendiger Tempel des in ihm
wohnenden Gottes Jesus Jehova Zebaot ist. Was soll
Ich, der Herr, zu solchen Dienern sagen? Weichet von Mir ihr ungerechten
Pächter Mein sein sollenden Bethauses! Denn ihr streut nur Spreu aus, nehmt
das Getreide für euch in Anspruch, während Ich als Jesus nur Weizen säte für
alle Meine Kinder ohne Ausnahme. Was soll Ich euch sagen, da ihr so
gerecht mit Meinem geistigen Heiligtum wuchert? Und verbietet noch dazu die
Bibel zu lesen, dass niemand eure Ungerechtigkeit erfahren kann. Wahrlich,
wahrlich sage Ich euch: Wie die Arbeit so der Lohn; wehe euch, die ihr euch
unberufen zu Oberhirten Meiner Schafe aufgeworfen habt, um sie euren Wölfen
preiszugeben!
Wüßte ein jeder
Mensch, welches Heiligtum er herumträgt, dass er selbst der Tempel des in ihm
wohnenden Gottes ist, dass seine Seele sein wahrer Priester sein soll, so wäre
es nicht so weit gekommen mit der Menschheit, dass Ich muß fort und fort die Zuchtrute des göttlichen Zornes über
sie schwingen und sie mit allerlei Unglücksereignissen heimsuchen, wodurch sie
erkennen sollten, dass sie nicht in der Liebe zu Mir steht. Ich bin der
lebendige Gott in euch, denn Ich bin mit dem Vater im Himmel Eins und bin Geist
aus demselben Geiste Gottes, der überall im ganzen Universum in Atomen
vertreten ist, die aber doch alle einen und denselben Geist Gottes vorstellen,
denn euer Geist ist ein Funken des Geistes Gottes, aber durchs Gebet und innige
Liebe zieht ihr den ganzen Jesus in euch, denn Ich bin nur durch die Liebe
vertreten, und regiere damit die Welt, und alle Fäden der Unendlichkeit laufen
in Meine Hände zusammen.
Seht, so habe Ich auch euch als Meine Kinder
durch Meinen Geist, den Ich in euch legte, mit Mir verbunden, aber ungerechte
Pächter Meiner Gotteslehre haben euch alles verschwiegen und euren Geist zu
einem Sklaven gemacht, indem sie auf eure Vernunft die Ketten des Fluches
angelegt und euch eine ganz fremde, statt Meine Lehre aufgedrängt. Wäre Meine Lehre
rein geblieben, dann hätte sich die Erde schon längst in ein Paradies
verwandelt, so aber ist sie zur barsten Hölle geworden. Statt geistige
Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit Mir an der Spitze, als Vater Meiner
Kinder, ist eine Welt geworden von privilegierten Ständen und unterdrückten
Arbeitern, voll Laster, Sünden und Gräuel.
Durch obige Aufklärung geht es deutlich hervor,
was Jesus durch folgende Worte nicht bloß für die Apostel und die römische
Geistlichkeit, sondern für die ganze Menschheit sagte:
Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matth. 28, 20)
Ich der Vater (Diktat durch Franz Schumi am 1.2.1898 in Graz) bin bei euch alle Tage und
immer fort, daher haben obige Worte ihren wahren Sinn, wie Ich durch den
Apostel Paulus im ersten und zweiten Brief an die Korinther (1. Kor. 3, 16. 17;
- 2. Kor. 6, 16) schreiben und aufklären ließ. Diese Worte habe Ich aber nicht
bloß für Meine Apostel gesprochen, sondern für alle Meine Kinder, denn Ich habe doch nicht
die Apostel für etwas Besseres als alle anderen Menschen angeschaut! Ich kenne
keine Bevorzugung, daher kenne Ich auch keine besonderen Gnaden für einen
privilegierten Stand! Habe Ich etwa einen privilegierten Apostelstand
aufgestellt? Ja wohl habe ich einen Vorzug aufgestellt, nämlich den, dass der
Größte der Diener alle, daher der Demütigste sein soll. (Matth. 23, 11. 12)
Also richtet ihr euch darnach, die ihr Mich
oder Meinen Geist für euch selbst beansprucht, dass ihr die Demütigsten, die
Diener alle sein werdet, dann hat es einen Wert vor Mir, sonst aber nicht. Der
geringste Bettler, der geringste, verachtetste Diener
oder Mensch steht am höchsten vor Mir, denn was vor der Welt groß und angesehen ist, hat
vor Mir keinen Wert; des Unterdrückten und Verachteten nehme Ich Mich an
und werde ihn hochstellen in Meinem geistigen Reiche! Denket und
handelt darnach! Amen.
Ich Jesus habe in Meinen drei Lehrjahren
verschiedene Aufklärungen den Menschen gegeben, die nicht in der Bibel
vorkommen (Joh. 21, 25) und darunter auch folgende:
Das Reich Gottes in dir, ist die Liebe zu Gott
in dir, und diese Liebe ist auch dein Geist, als die einzige Wahrheit, Realität
und das ewige unverwüstbare Leben, was jeder durch
sich selbst erfahren wird, wenn er nach den Geboten Gottes leben – und Gott
über alles, - den Nächsten aber wie sich selbst lieben wird. Bis zu dieser
eigenen Erfahrung heißt es aber: Glauben und hoffen auf die sichere Erfüllung
alles dessen, was der Herr als die urewige Wahrheit euch allen treulich
verheißen hat.
(Ev. J.Sch. V, 64. I. Aufl.)
Hohe Schlußaufklärungen.
Hochinteressant ist die Aufklärung Gottes über
das innere Leben des Menschen in der christlichen Theosophie, Kap. 296, und
eine zweite in der "Haushaltung Gottes", welche lautet:
(Lorber!) Sage es den
Kindern, und sage es allen, sie mögen sein welcher Religion sie wollen, ob
Römische, ob Protestanten, ob Juden, ob Türken, ob Brahminen,
ob finstere Heiden; kurz für alle soll es gesagt sein: Auf der Erde gibt es nur
eine wahre Kirche, und diese ist die Liebe zu Mir in Meinem Sohne, welche aber
ist der Heilige Geist in euch und gibt sich euch kund durch Mein lebendiges
Wort, und dieses Wort ist der Sohn, ist Meine Liebe, und ist in Mir, und Ich
durchdringe Ihn ganz und wir sind Eins, und so bin Ich in euch, und eure Seele,
deren Herz Meine Wohnstätte ist, diese ist die alleinige wahre Kirche auf der
Erde. In ihr allein ist ewiges Leben, und sie ist die Alleinseligmachende.
10. Denn siehe, Ich bin der Herr
über alles, was da ist; Ich bin Gott, der Ewige und Mächtige, und Liebevollste;
und dieses alles bin Ich im Worte; das Wort aber ist im Sohne, und der Sohn ist
in der Liebe, und die Liebe ist im Gesetze, und das Gesetz ist euch gegeben; so
ihr es beobachtet und darnach tut, so habt ihr es in euch aufgenommen; dann
wird es in euch lebendig, und ihr seid dann nicht mehr unter dem Gesetze,
sondern über demselben in der Gnade und im Lichte, welches alles Meine Weisheit
ist. (Sirach 23, 37)
11. Und das ist die Seligkeit oder
das Reich Gottes in euch, oder die allein seligmachende
Kirche auf der Erde, und keiner anderen ist das ewige Leben, als nur einzig in
dieser.
12. Oder meint ihr denn, Ich wohne in den Mauern, oder
in der Zeremonie, oder im Lippengeplärr, oder in der Verehrung (der
Hostie)? O
nein, ihr irrt euch sehr; denn da bin Ich nirgends; sondern nur, wo die Liebe
ist, da bin Ich auch; denn Ich bin die Liebe oder das Leben Selbst;
Ich gebe euch Liebe und Leben, und verbinde Mich niemals mit der Materie, oder
mit dem Tode. (Matth. 28, 18; - Koloss. 2, 9 -10; -
1. Kor. 15, 54 -55)
13. Denn darum habe Ich als
Menschensohn den Tod überwunden, und Meine Liebe mit der Gottesliebe Eins
gemacht, damit Ich alle Gewalt habe über alles, was da ist, und Meine, mit Gott
vereinte Liebe herrsche ewiglich und mache lebendig alles, was ihr untertan
ist. (Matth. 28, 18; - Koloss. 2, 9 -10; 1. Kor. 15,
54 – 55)
Liebe Kinder (Diktat durch Franz Schumi am 24.10.1898 in Graz), die römische Kirche hat Meine so klar dargetane Lehre, die Ich durch die Apostel gab, verworfen
und Menschensatzungen aufgestellt, die im direkten Widerspruche mit den obigen
christlich-apostolischen Lehren stehen. Man hat Mich für einen
unnahbaren Gott für weltliche Hände und weltlichen Verstand gemacht. Und Hände
über Meine Heiligkeit ausgebreitet und Mich, als den Herrn zum Sträfling gemacht,
Mich unter abgezogenem Schlüssel in Tabernakel eingesperrt, wo Ich nach der
Behauptung der Priester wohne. Sie, die Priester, gehen frei herum, während Ich
als Gott wie ihr Gefangener, wie ein Verbrecher unter Schlüssel im Gefängnisse
auf die Gnade der Priester warten müsste, wann es ihnen beliebt, Mich in der
Monstranz zu zeigen, oder Mich wie eine Mehlspeise verzehren zu lassen. O, ihr Unsinnigen!
Wer kann Mich im Tabernakel einsperren, wer mit Mir herrschen
und kommandieren, zu wem Ich gehen soll oder nicht? Wie kann ein
schmutziger Sünder sich getrauen mit Mir wie Seinesgleichen umzugehen und Mich
zwingen zu wollen, in dem im Irrglauben großgezogenen Menschen zu wohnen?! Jede Kommunion ist
ein Frevel des Priesters an Meiner Hochheiligkeit! Ihr wollt, Ich
soll in einem Pfuhl von Sünden und Laster mit Meiner Heiligkeit wohnen!? Aus
welchem, wenn überhaupt, die Möglichkeit vorhanden wäre, dass Ich
eintreten möchte, Ich doch schon denselben Tag wieder austreten müsste, denn
ihr beichtet, kommuniziert und macht sogleich neue Sünden! O, ihr Faulen in
eurer Torheit so zu denken! Das Sonnenlicht ist nichts gegen Meine Heiligkeit
und ihr wollt, dass Ich Mich in den Pfuhl eures sündhaften Herzens mit aller
Meiner Heiligkeit begeben soll?! Wohl lebt ein Funken Meines Ichs fortwährend in
euch; dass Ich aber so käme, wie ihr es euch denkt, da müsst ihr Folgendes
früher in die Tat übergehend lassen:
1. Eure
Gedanken dürfen keine anderen sein, als die: Mich über alles und euren Nächsten
wie euch selbst zu lieben.
2. Ihr
müsset euch der größten Keuschheit in Gedanken, Wünschen, Worten und Taten
befleißigen.
3. Eure
Augen müssen Liebe und barmherziges Mitleid allen Freunden und Feinden (denn
letztere dürft ihr keine haben!) entgegen tragen und überall nur wohl tun.
4. Ihr
dürft keine Gedanken mehr auf euer Wohlleben haben, sondern eure Gedanken
müssen die sein: Aus Liebe zu Mir, nur für Meine Kinder, d.h. eure Nächsten
ohne Unterschied der Religion, der Nationalität und persönlichen Aufführung
leben und ihnen geistig und leiblich wohl tun, wenn sie im Irrglauben oder
Armut leben.
5. Ihr
sollet nie die Splitter im Auge eures Nächsten, sondern immer nur die Balken in
euren Augen sehen und herauszureißen trachten. Erst, wenn ihr das getan, dann
geht zum Nächsten und bringt ihm unter schonendster
Belehrung die Heilung seiner Augen vor.
6. Ihr
sollet nie glänzen wollen, sondern still und zurückgezogen euch betragen. Eure
Kenntnisse müsst ihr erst durch bittende Anfrage, ob sie euer Nächster anhören
will, und wenn – dann recht demütig als Mein Eigentum vorbringen; denn ihr
müsst euch nur als unwürdige Werkzeuge Meiner Liebe betrachten, nicht aber als
gescheitere, gebildetere und kenntnisreichere!
Ihr sollt immer vor Augen haben, dass alles, was vor der Welt groß ist, oder
groß sein will, - vor Mir ein Gräuel ist; des Armen aber und Unwissenden nehme
Ich Mich an, und werde ihn groß machen, weil er auf der Erde verachtet, gering
geschätzt und misshandelt wurde.
7. Seid
klug wie die Schlangen für euer geistiges Wohl und Fortschreiten, und sanft wie
die Tauben gegenüber euren Nächsten, wenn sie euch in ihrer Not bedürfen
und um Hilfe bitten. Doch lasst euch nicht boshaft ausbeuten, sondern seid
wieder klug und zieht euch dort zurück, wo man mit eurer Liebe und
Gutmütigkeit böses sündhaftes Spiel zu treiben im Sinne hat.
8. Seid
wie die Kinder, vertrauensvoll und voll Liebe zu Mir und zu Meinen als echt
erkannten Lehren und lasst die weltliche Verstandesweisheit und Kritisierung
ganz außer euch. Denn der Verstandesweise und Kritiker über der Welt Zustände
kann weder Glauben, noch Vertrauen noch Liebe zu Mir und somit auch nicht zu
seinen Nächsten haben, weil er die geistigen Ursachen der Mißzustände
nicht kennt und daher falsche Schlüsse und Urteile über Mich und Mein Walten im
Weltall macht. Nicht durch Verstandesweisheit und Klugheit kommt ihr zur
geistigen Weisheit, sondern durch Gebet zu Mir und demütiges Bitten, dass Ich
eure Fragen und Zweifel beantworte und beleuchte.
9. Eure
Nächsten dürft ihr nicht als Fremdlinge betrachten, sondern als Kinder
desselben Vaters, der auch euer Vater ist. Und ihr müsst ein Herz voll
Mitleid, eine Liebe zu ihnen haben, als wären sie eure Geschwister, als wären sie
eure Kinder, denen ihr alles tun wollt, was ihr könnt, wenn sie geistig oder
leiblich bedürftig sind.
10. Ihr müsst alle euere Gedanken, Wünsche,
Worte und Taten nur für den geistigen Fortschritt eurer selbst, sowie eures
Nächsten konzentriert und zu wirken bereit haben.
11. Jeder
Gedanke in euch, der aufsteigt, und etwas Ungeistiges bezweckt, muß im Keime erstickt und nur geistige Gedanken der Liebe
zu Mir und zum Nächsten gepflegt werden.
12. Euer
eigenes Ich muß ganz in den Hintergrund treten, dagegen
euer ganzes Sinnen und Trachten nur das sein: Aus Liebe zu Mir alles tun, was
Mich an euch erfreut, daher auf das Pünktlichste befolgen, was Ich euch
befohlen habe, und nicht mehr für euch leben und wollen, sondern nur für Mich
und den Nächsten als Mein Kind. Dann kann Ich Mich euch nähern und in euer Herz
wohnen kommen, sonst aber nicht.
Daraus mögt ihr ersehen, welchen Unsinn ihr mit eurem
Irrglauben durch das Beichten und Kommunizieren treibt!
Eure Sünden werden
euch nie verziehen, weil ihr sie immer wieder gedankenlos aufs Neue begeht,
worüber Ich Mich in der Besprechung über die Beichte gründlich erklärt habe,
noch weniger komme Ich zu euch durch die so genannte kirchliche Kommunion in
euer Herz zu wohnen. Amen.
Die Bibelfälschungen.
Schumi: Wie man römisch und
protestantisch die Bibel fälscht und ihr andere Begriffe unterschiebt, wenn es
sich handelt ums Brot, will ich euch hier drei Beispiele vorlegen von den
vielen, die sich in der Bibel befinden; denn es ist bekannt, dass unter den Päpsten
Pius V. und Gregor XIV. über 3000 Korrekturen in die Bibel eingetragen worden
sind. Wie viele aber in der protestantischen Bibel? Ihr müsst eine
uralte Bibel haben, um dies herauszufinden. Hier sind die besagten Beweise:
Bei Josea 8, 14 heißt
es: Israel vergißt
seines Schöpfers und baut Paläste usw. So Leander van Eß 1803; so Dr. M.
Luther durch die privilegierte württembergische Bibelanstalt 1808, und so auch
nach kritischer und ausländischer Bibelgesellschaft 1898. In der Konkordanz
fand ich aber statt Paläste „Kirchen“, dadurch aufmerksam gemacht, suchte – und
fand ich in einer alten lateinischen Bibel nach Vulgata
statt palatia das Wort delubra
oder römisch-katholische Kirchen, welche mit Götzenstatuen und Bildern
ausgeschmückt sind und das heißt delubra oder
Götzentempel; auch nach der Bibelübersetzung des Prälaten Dr. Hüffel vom Jahre 1836 (Karlsruhe und Leipzig) steht noch
„Kirchen“ statt Paläste.
Bei Amos 8, 3 steht es nach der Vulgata noch heute: Geheul
werden die Gesänge des Tempels werden an jenem Tage, spricht der Herr Jehova;
zahlreich werden die Leichname sein, die man überall in der Stille hingeworfen
hat.
In der protestantischen Konkordanz, Verlag des
Traktathauses Bremen, steht noch Kirche für Tempel; allein die protestantische Obergeistlichkeit der
Gegenwart fürchtet sich um ihr Brot und daher hat sie das Wort Kirche aus der
Bibel entfernt und dafür Palast eingesetzt. Also werden auch die Protestanten
durch die Bibel um ihr Seelenheil beschwindelt und betrogen und doch
würden viele Protestanten ihr Leben dafür einsetzen, dass in der Bibel kein
Irrtum und keine Lüge sich vorfindet! – Und was ist
der geistige Sinn des Verses 3, Kap. 8 bei Amos? Es bedeutet weder einen
gebauten Tempel noch eine gebaute Kirche, wie man´s
aus den toten Bibelbuchstaben herauszulesen hat, sondern der Vers bedeutet
folgendes:
Amos 8, 3: Geheul
(oder Unzucht und der Gotteslästerung) werden
die Gesänge des Tempels (Gottes) werden,
welcher ist nach Gottes Offenbarung durch Paul an die Korinther und Römer, der
Menschenleib an jenem Tage (bei der Wiederkunft Christi) spricht der Herr Jehova; und zahlreich
werden die Leichname (oder die Toten im Geiste für Gotteswort und
Wahrheit), die man überall in der Stille
(durch Bücher und Zeitschriften der falschen Propheten) hingeworfen hat.
Da habt ihr es! War es denn nötig wegen dieser
Wahrheit, die ein jeder Erwachsene millionenfach sieht, den Bibeltext zu
fälschen?!
Daß die
lateinisch-römische und griechisch-protestantische Bibel vom Jahre 325 ziemlich
den gleichen Text hatten, muß ja einem jeden Menschen
einleuchtend sein, weil sie beide aus einer Vorlage und zu gleicher Zeit
verfasst worden sind! Und wie verschieden ist der Text durch die vielen
falschen Übersetzungen und Korrekturen bis heute geworden, das kann sich ein
jeder selber überzeugen.
Ein drittes Beispiel: Paul spricht im Brief an
die Römer, Kapitel 13, dass man sich einer jeden Obrigkeit unterwerfe. Nach
Vater Jesus Offenbarung in christlich-theosophischen Schriften heißt es nun,
dass man das Wort „guten“ vor Obrigkeit ausgeworfen hat, gute Obrigkeit kann
aber nur vor Gott sein und nicht umgekehrt! – Im Vers 9 ebenda liest man die
Vorschrift, was nicht bloß der einzelne Mensch nicht tun darf, sondern alle und
also auch die Regierung nicht, nämlich wider die 10 Gebote Gottes handeln! –
Also seht ihr die Bibelfälschungen; und also
seht ihr, wie es mit dem Bau der toten Steinkirchen ist, wenn man die Kirche
und Tempel falsch deutet:
Ich (Schumi) will noch
einige Beweise der Bibel anführen, um die Wahrheit noch strahlender erscheinen
zu machen und so hört:
Die Göttlichkeit des Menschen.
Jesaja 54, 5 schreibt: Du Seele, der dich gemacht oder geschaffen hat, ist dein Mann, Jehova Zebaot ist Sein Name; Er ist dein Erlöser (von
Golgatha), der Heilige Israels, der aller
Welt Gott genannt wird.
Paulus schreibt an die Korinther (1. Kor. 3,
16. 17: - 6, 19; 2. Kor. 6, 16;) und Römer (Röm. 8,
11), dass der Geist Gottes im Menschen als lebendigen Tempel Gottes lebt; dass
dieser Geist der „Heilige Geist“ und der lebendige und derjenige Gott ist, der
den Leib Jesu vom Tode erweckte. Und dieser Geist ist Jesus Jehova Zebaot Selber, nach Jesaja 54, 5, da es keinen anderen Gott
und keinen anderen Gottes Geist gibt.
Bei Matthäus 25 werden die reinen Seelen
„Jungfrauen“ und „Bräute“ genannt, welche ihren himmlischen Bräutigam
Jesus erwarten.
Paulus sagt den Korinthern (2. Kor. 11,
2): Ich habe euch einem Mann
(der Liebe Gottes und der Menschen) verlobt,
um euch als reine Jungfrauen (nach der Seele) Christo (dem Könige Himmels und der Erde, der in euren Herzen
wohnt) zuzuführen.
Offenbg. 21, 9.10: Kommt! Ich will dir das Weib (d.h. die
Liebe), des Lammes (von Golgatha) Braut zeigen! Und Er entrückte mich im
Geiste auf einen großen und hohen Berg (d.h. im Himmel) und zeigte mir die Stadt Jerusalem
(welche aus lauter liebevollen Menschenseelen besteht).
Diese Beweise sind klar und deutlich, dass das
Haus Gottes, oder der Tempel Gottes immer nur der Mensch selber ist und wenn er
voller reingeistiger Liebe ist, so wird er Braut oder Weib Christi (was wieder
Liebe bedeutet) genannt, der der Seele Mann ist. Nun fragt
den römischen Katholik, ob er je im Leben diese Wahrheiten in der Kirche gehört
hatte! Nein, nie! Er hat nie anders gehört als: Gott wohnt lebendig im
Tabernakel und lässt sich nur dort anbeten, und durch die Hostie bei der
Kommunion aufessen. Also lauter Lügen!
Die Zeremonien.
Die Zeremonien der römischen Kirche.
Vater Jesus beleuchtet mit verschiedenen
Beispielen die heidnischen Gebräuche der römischen Kirche, welche das ganze
geistig-innere Leben des Menschen ins Äußere gekehrt und so aus Christen sich
finstere Heiden emporgezüchtet hat.
Eine Sünde wider den römischen heiligen Geist namens
„Papst“
Wer die Heiligtümer der Kirche Gottes
beschimpft, nämlich die Bilder und Zeremonien der römischen Kirche, ist dadurch
ein Sünder wider den Heiligen Geist geworden; ein Sünder wieder den Heiligen
Geist aber hat weder hier noch jenseits eine Vergebung zu erwarten und ist der
Hölle auf ewig verfallen. (ChtS. 42B II. 262, neu Nr.
63 Kap. 229) Aber man merke sich, dass das der römisch-päpstliche und nicht der
göttliche Geist ist! –
Mein Gebot durch Moses.
1. Macht euch keine Götzen, noch gehauene
Bilder, noch Säulen stellt euch auf, noch Steine mit Bilderschrift gestattet
eurem Lande, dass man davor anbete; denn Ich bin Jehova, euer Gott.
2. Meine ewigen Sabbate der Liebe und des
Friedens, aber nicht heidnische Sonn(engott)tage
sollt ihr halten und Mein Heiligtum (d.h. Meine Lehre und Gebote aus
göttlicher Heiligkeit) sollt ihr fürchten; Ich bin Jehova. (3. Mos. 27, 15)
15. Ausgeschieden von der Gemeinde sei der Mann, welcher ein
geschnitztes oder gegossenes Bild macht, ein Gräuel Jehovas, ein Werk der Hände
des Künstlers, und es im Verborgenen aufstellt (5. Mos.
27, 15).
Die wahre Gottesanbetung.
Ich Christus lehrte: Gott ist ein Geist und wer Ihn anbeten will, der muß
Ihn im Geiste (d.h. im Herzen wo Er wohnt) und in der Wahrheit (d.h. durch die Übung der Werke der
Nächstenliebe) anbeten.
(Joh. 4, 24 – Lies ChtS 9, Kap.
91; - Kap. 57, 58, 59, 60 in der christlichen Theosophie Nr. 73)
Gott mit prunkvoll entfalteten Zeremonien zu
ehren und anzubeten ist so wenig möglich, als einen Landesfürsten mit Gebeten
empfangen und ihn anbeten; denn das wäre doch das ägyptisch-pharaonische Heidentum. Gott betet man nur durch
Liebe und Demut im Herzen an, denn so lehrte Ich Christus; den Landesfürst kann
man aber nur mit öffentlichen Aufzügen, d.h. Zeremonien ehren.
Es gibt zwei Religionen: eine christliche,
welche die Apostel lehrten und euch durch die Bibel überliefert haben, deren
Kern die Liebe zu Gott und zum Nächsten ist; die andere ist Menschenerfindung,
sie ist die Religion der Zeremonien, aber kein Gottesdienst im Herzesinneren, wo der wahre lebendige Tempel ist.
Fluch dem, der anders lehrt!
Vom Herrn durch J. Lorber am 15.7.1841, Graz
Aber
wofern wir, oder ein Engel vom Himmel euch predigen möchte anders, als was wir
euch gepredigt haben – Fluch sei ihm! (Gal. 1, 8)
Höre! Das ist ein Vers der Verse, der da allein
kräftig genug ist, mit einem Hieb das ganze heutige zeremoniell-kirchliche
Wesen zu zersplittern; aber man muß zuvor den ganzen
Paulus in Eines zusammen fassen und daraus ersehen, dass er:
1) nie einen Zeremoniendienst eingeführt
hat, weil er von Mir gänzlich aufgehoben war und
2) dass er nur eine lebendige, innere Kirche
geistlich im Herzen der Seele, aber nie und nirgends eine aus rein faulen
Priestern bestehende gegründet hat;
3) dass Paulus nur gleich Mir das alleinige
Gebot der Liebe gepredigt und dieses alleinige Gebot mit demselben Liebesmahl
bekräftigt hat, und noch dazu dieses Mal dadurch wohl unterschieden hat von
einer gewöhnlichen anderen Mahlzeit, dass er alle teilnehmenden Gemeinden
aufmerksam machte, dass sie Meinen Leib, das ist Meine endlos große Liebe wohl
unterscheiden möchten von der Liebe der Menschen.
Aus dem aber geht hervor, dass Paulus sicher
die allerreinste Liebe gepredigt hat, in welcher alle Freiheit des
unsterblichen Geistes waltet, welche durch keinen allerleisesten Gesetzesdruck
solle gefährdet werde; kurz und gut, nach Paulus soll der Geist des Menschen
von Mir Selbst erzogen in der höchsten Freiheit wie ein Blitz, wie eine
Weltensonne dastehen, von dem alles abhängt, nach dem sich alles richten muß, der vollkommen Eins ist oder sein soll und könnte mit
Mir!
Nun aber bedenke, was der Geist des Menschen
durch eine ganz falsche heidnische Lehre wird? Ein Sklave, ein kaum halb
lebendes Wesen; er, der nach Paulus das Leben aus dem Leben sein soll, wird ein
feiger Knecht des tötenden Gesetzes, ein Diener des Todes; kurz ein Wesen, das
sich nicht einmal aus eigener ihm von Mir auf ewig eingehauchter Kraft nur im
Geringsten zu rühren wagen darf, ohne sich dadurch sogleich in ein Meer von
lauter tötenden und ihn auf ewig verdammenden Gewissensbissen zu stürzen.
Siehst du da nicht die Welt für den freien
Geist, gegen welche Paulus aus dem gerechtesten Eifer sogar fluchend zieht!? –
Und doch hat die Sklaverei gesiegt über die Sieger? Die Priester, sie sind des Lebens entschiedene
Feinde! Ich aber sage dir: Die Feinde des Lebens werden in dem Ausspruche
Pauli ihren Lohn finden; aber alle die von ihnen arg gefangenen Geister werde
Ich frei machen in der Fülle.
Haben sich die Feinde der Freiheit des Lebens
auch diese Erde unterjocht, so habe Ich aber schon noch andere Erden, die da
ewig nie ein Eigentum der Lebensfeinde werden sollen! Verstehst du Mich?
Siehe! Ich bin ein Vater und kein feiger
Richter, ein ewig Beleber; aber kein Töter des Geistes; verstehst du solches?
Ja verstehe
es, auf dass du lebest ewig! Amen!
Der Apostel Paulus erwähnt in dem Sendschreiben
an die Gemeinde von Laodicea mit folgenden Worten:
„Und
sobald dieser Brief bei euch gelesen ist, so sorgt dafür, dass er auch in die
Gemeinde zu Laodicea gelesen werde und dass ihr auch
den von Laodicea lest.“
Allein, der Brief an die Gemeinde von Laodicea ging verloren, d.h. man hat ihn verloren gehen
lassen, weil er mit aller Wucht gegen die Zeremonien des Alten Testaments und
des Heidentums donnert. Wäre dieser Brief in der Bibel abgedruckt
gewesen, dann wäre der Zeremoniendienst in keiner christlichen Kirche in dieser
Art aufgekommen, wie man ihn heutzutage findet.
Die christliche Kirchenwirtschaft war über 1800 Jahre
eine solche Stief- und Rabenmutter, dass ohne
Gewaltmaßregeln eine Wiedergabe des Briefes an die Gemeinde von Laodicea durchaus nicht denkbar war, denn die Geistlichkeit
hätte furchtbar gegen alle diejenigen mit Folter und Scheiterhaufen gewütet, in
deren Händen sich eine Abschrift oder ein Abdruck dieses Briefes gefunden
hätte. Ich Jesus, verlegte die Wiedergabe in das Jahr 1844, damit er in einer
Zeit gedruckt werde, in welcher er nicht unterdrückt und vernichtet werden
konnte, in einer Zeit, als bald darauf das erste Gottesgericht – die Befreiung
aus der Leibeigenschaft und Priesterwirtschaft – vollzogen wurde. Und dieser
Brief besteht unter dem Titel: "Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde Laodicea."
Wäre Meine Lehre der Liebe durchgedrungen, wie
sie die Apostel gehandhabt haben, dann hätte sich die Erde in ein Paradies
verwandelt; allein die Nachfolger der Apostel konnten nicht ruhen und führten
aus Hab-, Genuß- und Herrschsucht die Dogmen oder
Menschensatzungen ein, welche, wie die Aufklärungen dartun, der direkte
Widerspruch gegen Meine Liebelehre sind. (Über die Kirche und
Zeremonien lies im Buch: Die christliche Theosophie Nr. 73 im Kapitel 42 nach)
Meine lieben Kinder, die Zeremonien heißen
kirchliche Gebräuche, Feierlichkeit und alles, was zur Erhöhung des äußeren
weltlichen Pomp gehört, das aber für den Geist des pompe
funebre ist, da man in die geistige Finsternis der
materiellen Äußerlichkeiten eingehüllt wird. Es ist wie ein Tingel-Tangel-Theater,
welches die geistig unmündigen Kinder anzieht, weil es ihrer Dummheit und
Wirklichkeit entspricht, ähnlich wie Kasperletheater für ganz kindliche Seelen.
Außer Tauf-, Firmungs- und Meß-Zeremonien,
die bereits ihre Beleuchtung erfahren haben, wollen wir einmal die Totengesänge mit ihrem „Libera me Domine a morte
aeterna“ uns anschauen.
Da wird viel geplärrt, gesungen geräuchert und geläutet
und für wen? Für den Toten nicht, sondern für den funktionierenden Priester,
weil er dafür gut und hoch bezahlt wird, sowohl beim Begräbnis, als auch bei
der Octave, denn bezahlte Gebete, Gesänge, Wege usw. werden bei Mir nicht
erhört, weil sie nicht aus Nächstenliebe, sondern pur aus guten
Verdienstes-Absichten verrichtet werden.
Also zahlen die Übergebliebenen den Priester,
dass er ihnen eine Totentheater-Komödie
vormacht! Die an sich selbst höchste lächerlich – andererseits aber ein
gemeiner Volksbetrug der Priester ist. Wer Geld hat, die Priester zu
füttern für ihren Schwindel und Betrug, der täte besser, dafür die Armen auf
Rechnung des Verstorbenen zu beteilen, da Ich das für die arme Seele gut
schreiben würde, während Mir der Betrug der Hinterbliebenen ein Gräuel ist und
Ich die Priester dafür mit der Hölle rückzahlen werde!
Die katholischen Versehgänge sind ein grober
Schwindel und Betrug, wie ihr aus der Beleuchtung der Messe ersehe. Sie sind
im ganzen ein Priesterbetrug, weil sie dem Kranken und Sterbenden etwas
vormachen, an was die Meisten selbst nicht glauben, weil es ihnen sonderbar
erscheint, dass das Himmelreich so leicht zu erwerben wäre; wie viele Priester
gibt es aber, die an Gott und an das Fortleben selber nicht glauben und reine
Materialisten sind! –
Wenn ihr nun nachdenkt, wie viel Unsinn in
diesen Versehgängen liegt, da ein jeder vor dem vorgemalten
„hochwürdigsten“ Mehlteig wie vor Gott den Hut ziehen oder auf die Knie fallen muß usw., so könnt ihr denken, wie grimmig Ich auf dieses
Weltverdummungstheater der Priester schaue, das nun bald ein Ende erreichen
wird. –
Die Prozessionen sind reine Äußerlichkeiten eines von Priestern verdummten
Volkes, denn es handelt sich hier um die Entfaltung des öffentlichen Luxus, des
Hochmuts der Priester und der Menschen, - daher einer groben Sünde.
Ich, der Ich der reine Geist der Liebe bin,
will nur in dem stillen Kämmerlein des Herzens angebetet werden durch die große
Liebe, die am Mir, und durch die Werke der Liebebetätigung dem Nächsten
entgegenbringt. Alles andere, was nicht in diesem geistigen Sinne geschieht,
ist ein Gräuel vor Mir, weil es nur zum Zwecke der Entfaltung des größeren
Heidentums der Priester geschieht.
Wie Frevelhaft die Aufstellung der Hostie und
deren Anbetung ist, lehren euch die Aufklärungen über die Messe; daraus muß euch klar sein, welch ein heidnischer Unfug die
Prozession mit der Monstranz und Anbetung eines Mehlpatzgottes ist, den die
Priester täglich neu fabrizieren!
Die römisch-katholischen Hochamtsmessen, wo mehrere
Priester sich gegenseitig verbeugen und räuchern und einer dem anderen im Wege
steht, dass die Messe in ein bis zwei Stunden nicht fertig wird, ist eine
vergrößerte Kirchenkomödie der täglichen weltverdummenden
Kreuzigungen Gottes durch die Priester und daher desto mehr grobheidnisch, je
mehr damit die Menschen verdummt und verblödet an der Einsicht für die Wahrheit
werden.
Und ebenso verhält es sich mit den großen
Zeremonien, die man zu Weihnachten, in der Karwoche und zu Ostern begeht, sie
sind nichts als heidnisches pompe funebre
oder das Totenamt für den Geist des Menschen gegenüber dem Geist Gottes im
Menschen.
Was soll Ich euch über eine Priesterweihe
oder Primiz sagen? Sie ist nichts anderes, als die Anstellung
eines geistig tot bebläuten Menschen zum Geisttöter der Menschenseele und
Vorbereiter der Menschen für die Hölle; denn alle seine Lehren sind
Menschensatzungen, von welchen die Priester gut leben, die Gläubigen aber
gerupft und geistig um ihr Seelenheil mit tot bringender Unheilslehre beraubt
werde, somit ist die Priesterweihe die Weihe zum Wolf im Schafspelz in Meinen
Augen und sonst nichts.
Ich brauche keine Priester, keine Geistliche,
sondern Ich kann Mir Selber Meine Apostel erziehen und aussenden, wie Ich es
einst getan habe. Amen.
Rudolf R. Hoff
Verlag für geistige Literatur
Mühlenweg 21, D 53902 Bad Münstereifel
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