Wer ist ein Diener Gottes?
Vaterworte – empfangen von Franz Schumi
Ein
Diener Gottes ist derjenige, der nach göttlichen Geboten lebt, der von Gott das
innere prophetische Wort hat, daß er mit Mir, Jesus
Christus, stets in Verbindung steht und also das Zeichen eines Propheten durch
das prophetische Wort hat, wie die Propheten und Apostel 1 es hatten, die eben Meine echten
Diener waren.
Wer ist ein Apostel Gottes?
Ein Apostel Gottes ist derjenige, welcher durch Gott Selbst
berufen, gelehrt und als Lehrer Gottes erwählt wird.
Das Siegel des Apostelamtes
1. Korinther, 9, 2. Paulus schrieb: Gelte ich auch anderen nicht als Apostel, so bin ich es doch euch, denn
ihr seid das Siegel des Apostelamtes im Herrn.
Das Siegel, welches hier gemeint ist, sind die Gläubigen,
welche durch einen von Gott berufenen und gelehrten und zu diesem Amt von Gott
Selbst erwählten Apostel als Diener und Verkünder der Lehre Gottes, die er
direkt aus Mir, Christus schöpft, belehrt wurden. Doch die Christi Gläubigen,
die ein Siegel oder eine Bekräftigung der Wahrheit eines echten Apostelamtes sind, müssen die Lehre Gottes durch die
lebendige Liebe zu Gott und dem Nächsten auch in der Tat beweisen.
Gott ist die reine Liebe (1. Joh.
4, 8. 16), Er läßt Seine Sonne über die Guten und
Bösen aufgehen und den befruchtenden Regen für die Frommen und Gottlosen
gleichmäßig träufeln (Matth. 5, 45). Also müssen die
Christi Gläubigen, die das Siegel des echten Christentums sein wollen, sich
heiligen, das heißt, sie müssen sich geistig von allen Sünden reinigen, damit
sie der Vollkommenheit ähneln, wie ihr Vater im Himmel vollkommen ist 2. Sie müssen eine heilige
Priesterschaft Gottes werden, indem sie geistige Opfer (1. Petr. 2, 5) der
Liebe und Wahrheit zu Gott und dem Nächsten, durch die Betätigung in der
Nächstenliebe Gott, ihrem Vater darbringen (Luk. 10,
33) und zwar in der Art und Weise, wie ihr Vater im Himmel gegen Freund und
Feind es tut 3. Also müssen Ströme des lebendigen
Wassers, welche die Werke der Betätigung in der Nächstenliebe bedeuten, aus
ihren Lenden, das heißt aus ihren Herzensliebesgefühlen fließen. Das ist dann
das heilige Siegel der göttlichen Liebe, die man sonst Gottvater nennt. Denn die Versiegelung
der Knechte Gottes (Offbg. 7, 3) bedeutet nichts
anderes, als die Menschen zu jenen lichten Höhen der heiligen Liebe zu
entflammen, daß sie Gott, ihrem Vater, ähnlich sich
gestalten.
Was ist die Wohnung Gottes im Menschen?
Ich sagte beim letzten Abendmahl: „Wer Meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der Mich liebt, wer
aber Mich liebt, der wird von Meinem Vater geliebt werden, und Ich werde ihn
lieben und Mich ihm offenbaren. (Denn), wer Mich liebt, der wird Mein Wort
halten; und Mein Vater wird ihn lieben, und Wir werden zu ihm kommen und
Wohnung bei ihm machen“ (Joh. 14, 21. 23).
Diese Wohnung Gottes im Menschen ist der vollkommene
Übergang des Menschen in die Liebe, indem er das größte Gebot im Gesetze
erfüllt und so die Gnaden der geistigen Feuertaufe der Liebe, Weisheit und
Allmacht, nach dem Maßstab seiner Liebe und des Bedürfnisses bekommt.
Jeder von Mir berufene, gelehrte und auserwählte Diener
Gottes muß Teile dieser Gnaden und Gaben haben,
ansonsten ist er kein von Mir erwählter Diener Gottes, sondern von Menschen
ernannter Arbeiter im Sinne der Menschensatzungen und nicht der Gotteslehre.
Berufung und Erwählung zum Diener Gottes
Wenn Ich Mir ein Kind Meiner Liebe zum Diener erwähle, so
geschieht dies mittels Zuführung zu Meiner echten Lehre, denn wenn die Liebe in
ihm erwacht, um Mir zu dienen, so wird ihm die Gnade des inneren Wortes zuteil,
damit er durch Mich gelehrt und geleitet wird, dadurch entwickelt
sich sein Wissens- und Wirkungskreis immer mehr, bis er endlich öffentlich
aufzutreten und das Volk zu lehren reif ist.
Wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht
Jeder Mensch sündigt täglich öfters, und oft, ohne dies zu
merken. Um nicht zu sündigen, muß der Mensch alle
Meine Gebote und Tugendlehren strikt erfüllen. Wer dieses tatsächlich tut und
nach Meiner reinen theosophischen Lehre lebt und handelt, der reinigt sich nach
und nach ganz vom Sündhaften, sodass, wenn die Liebe
immer tätig ist, ihm mit der Zeit nach jahrelanger Bemühung endlich die Gnade
zuteil wird, wiedergeboren zu werden, d. h. daß er
göttlicher Gnaden und Gaben teilhaftig wird, wodurch er von Mir geboren, dann
sündenlos in der Welt wandelt, weil er eben Mir zu lieb die Sünde flieht und
nur nach dem Wirken der Liebeswerke seine Sehnsucht hat. Doch gibt es kein „von
Gott geboren sein“ ohne das innere prophetische Wort zu haben und gewisser
Gnaden teilhaftig zu sein.
Die Salbung der Diener Gottes
Joh. 2,
20. 27 schreibt den Heiligenden: Ihr
habt die Salbung von Dem, Der heilig ist, und wisst alles.
27: Und die Salbung, die ihr von Ihm habt, bleibt bei euch, und
bedürft daher nicht, daß euch jemand lehre, sondern
wie euch die Salbung alles lehrt, so ist es wahr und keine Lüge; und wie sie
euch gelehrt hat, so bleibt bei demselben.
Hier spricht Johannes von der Salbung der Heiligenden (sanctificandi). Jeder Diener Gottes muß diese
Salbung haben, die ihm jede theologische Schulung entbehrlich macht,
ja entbehrlich machen muss, denn durch die Salbung
erhält er die göttliche Lehre von Mir, Jesus Selber, somit geistig ausgelegt
und wahr, in Priesterseminaren aber in totmachenden Buchstaben und
Menschensatzungen. Denn alle Ausdeutungen der Bibel sind tote
Menschensatzungen, wenn sie nicht durch Mein göttliches Wort, sondern durch
Menschen aus den toten Buchstaben geschehen.
Die Salbung ist somit eine Wiedergeburt aus dem Wasser und
Heiligen Geist, durch welche dem Geistiggetauften das Verständnis der Bibel aus
Mir, Jesus, durch das innere prophetische Wort kommt. Der von Mir, Jesus,
Gesalbte bekommt auch geistige Gnaden und Gaben, die er benötigt.
Das steht nicht in der Bibel
Diese Entgegnung der Bibelbuchstabentoten
will Ich, Jesus, damit begegnen, daß alles, was Ich
hier aus der Bibel beleuchte, bei ihnen nicht vorzufinden ist, sie sind weder
von Mir berufen, noch belehrt, noch auserwählt, wie einst die Propheten und
Meine Jünger es waren, um Mein heiliges Wort vorzutragen und zu erklären. Daher
gehören sie nicht unter Meine Herde der Kinder Gottes, wenn sie Mir, ihrem Gott
und Richter, Mein heiliges Wort mit Füßen treten wollen. Sie sollen den
Johannes 20, 30 und 21, 25 würdigen und Mir, ihrem hochheiligen und unnahbaren
Gott keine Vorschriften aus ihrer Sündenhölle machen, sondern sich demütigen und
erkennen, daß Gott tun, sprechen und erklären darf
aus Sich Selbst, was Er will! -
Die angezogenen Stellen lehren ja euch, daß das neue Testament ein sehr mangelhaftes Buch ist, da
man nach Aussage Johannes noch mehrere Bücher schreiben müßte,
um alles das aufzuschreiben, was Ich einst gesprochen und getan habe.
Und daß es keinen anderen Gott gibt, als Jesus Christus, lehrt
auch das christlich-theosophische Buch: "Christus und die Bibel" (ChtS 71).
Meine Worte sind Geist und Leben 4
Mit diesen Worten bekräftigte Ich Meine Lehre und auf diese
Worte stützen sich alle, welche die Bibel lesen. Allein, Meine Lehre ist erst dann Geist und Leben, wenn
sie geistig erfaßt und geistig nach ihr gelebt und
gehandelt wird, sonst ist sie tot und hat kein Leben in sich, weil sie nicht
geistig erfaßt wird.
Wie will man aber Meine Lehre geistig erfassen, wenn man
kein inneres geistiges Wort aus Meinem Geiste hat? Wie will man behaupten, daß Mein Wort Geist und Leben ist, wenn man mit Mir, dem
Geist, Der das Leben des Universums oder des Weltalls ist, nicht verkehrt,
sondern an dem todbringenden Buchstaben herumarbeitet und falsche, weil tote,
da aus den toten Buchstaben herauskonstruierte Menschensatzungen zusammen
schmiedet!?
Daraus erseht ihr, dass ihr aus
Meinen Lehren weder den Geist, noch das Leben habt, sondern selbstgemachte tote Lehrsätze, die euch nicht zu Mir,
sondern in die Hölle bringen.
Lasst euch daher von Mir belehren, und streitet Mir, eurem
Gott und Richter, nicht das Verständnis der Bibelerklärung ab, wie ihr es
bisher getan, sonst werdet ihr noch tiefer in die Finsternis geraten.
Das Siegel der Gerechtigkeit
Römer 4, 11. Paul sagt: Das
Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens empfing Abraham vor der Beschneidung,
damit er Vater auch derjenigen würde, die unbeschnitten den rechten Glauben
haben, das ihnen durch dessen Erfüllung der Gebote Gottes zur Gerechtigkeit
gerechnet wird.
Das heißt: Das Siegel der Gerechtigkeit ist das Siegel der
Sündenlosigkeit, denn nur der Sündenlose ist gerecht vor Gott, die
Sündenlosigkeit erlangt der Mensch aber ohne die geistige Wiedergeburt nicht
(1. Joh. 3, 9). Die Wiedergeburt besteht aber aus
Wasser und Geist.
Die Wiedergeburt aus dem Wasser und Geist
Joh. 3, 3-7. Ich, Jesus, sagte zu
Nikodemus: Wahrlich, wahrlich, Ich sage
Dir: Wenn nicht jemand aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren
wird, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Nun fragt sich, was ist das Wasser und was der Heilige
Geist, durch die man wiedergeboren wird?
Den Sinn, was das Wasser hier bedeutet, findet ihr im ersten
Sendschreiben Johannes Kapitel 5, Vers 7, wo es heißt: Drei sind, die da zeugen: Das Blut, das Wasser und der Geist, so
die lutherische Bibel, die römische Bibel hat an dieser Stelle: Der Zeugen sind drei im Himmel: Der Vater,
das Wort und der Heilige Geist. Somit ist das Wasser das Wort Gottes,
welches ist der menschgewordene Gott Christus (nach
Johannes 1, 1. 2, 14).
Daher muß jeder zuerst durch die
Lehre Gottes, durch deren strikte Erfüllung sich so hoch emporschwingen, daß er auch durch den Heiligen Geist wiedergeboren wird.
Durch den Heiligen Geist wurden aber die Apostel am Pfingsttag wiedergeboren,
und nun wisst ihr genau, was darunter verstanden wird. Es sind aber nicht bloß
10, sondern 24 Gnaden und Gaben, welche alle im neuen Testament nachweisbar
sind und im Buch "Die heilige Dreieinigkeit" alle aufgezählt
stehen.
Die ersten Gaben der Wiedergeburt
Der Evangelist Markus 16, 17-18 schreibt: Folgende Zeichen werden aber diejenigen,
welche glauben, begleiten. Unter anderem: In Meinem Namen werden sie Teufel
austreiben, den Kranken die Hände auflegen und es wird ihnen besser, (und sie
werden genesen nach der Vulgata).
Jakobus 5, 15-16 sagt bezüglich der Krankenheilungen
folgendes: Das Gebet des Glaubens wird
dem Kranken helfen und der Herr wird ihn aufrichten. Bekennt einander eure
Vergehungen und betet für einander, daß ihr geheilt
werdet, denn das eifrige Gebet des Gerechten vermag viel.
Nun entsteht die entscheidende Frage: Haben denn die verschiedenen Priester der christlichen Kirchen und
Sekten keinen Glauben, da sie keine Kranken heilen!? Ich, Schumi habe zuerst Wunderheilungen, das heißt Heilungen von
Haus aus ¼ - ¾ Stunden weit in Graz durchs Gebet mit Hilfe des Vaters Jesus
verrichtet.
Auch habe ich aus zwei Frauen die Teufel ausgetrieben, bevor
ich noch das innere prophetische Wort hatte, später aus einem Mann, der
plötzlich irrsinnig wurde, weil die Geister des Vaters Diktate nicht vertragen
konnten, die ich vorgelesen habe.
Die Apostel-Aufgabe, arm zu leben und umsonst zu predigen,
wie Ich, Jesus verlangte, verneinen die heutigen Priester, umsonst werden sogar
die Toten, wenn sie schon riechen – nicht begraben, außer durch Zwang der
Gefahr des Amtsverlustes. - Vom Beten und Händeauflegen ist keine Rede. -
Wahrscheinlich fehlt es an Glauben – dadurch an Liebe und Barmherzigkeit - und
dadurch an Gerechtigkeit vor Gott und daher versagt das Gebet – erhört zu
werden von Gott. - Sie sagen zwar, daß sie Nachfolger
der Apostel sind, aber das Leben der Apostel, die apostolische Glaubenskraft,
die apostolische Gebetskraft, die Krankenheilungen, die Teufelsaustreibungen
aus Epileptischen, Hysterischen und Irrsinnigen ist ihnen ganz und gar fremd,
weil sie nicht wie die Apostel von Gott berufen, gelehrt und erwählt wurden,
sondern durch weltliche Schulen und grobsündige Menschen zu ihrem Amte
aufgestellt wurden.
Im fünften Gebote Gottes steht: Du sollst nicht töten oder morden!
Nun segnen die unter dem Armeebischof stehenden Priester die
Fahnen und Waffen der Massenmörder des Krieges und beten um das Haupt der
Massenmörder der Kinder Gottes. Ich, euer Gott und König Jesus Jehova Zebaoth
frage euch: Sind
das Meine Diener, die statt Stellung gegen die Massenmörder zu nehmen, noch die
Fahnen und Mordwaffen segnen und beten um den Sieg auf den Leichen der
Massenmorde Meiner Kinder?
Von Gott Selbst gelehrt
Johannes 6, 45 sagt: Es steht geschrieben in den Propheten: „Sie werden alle von Gott gelehrt sein.“ 5 Wer es nun hört, und lernt's, der kommt zu Mir. Ist einer von Mir gelehrt, dann
erfaßt er die Bibel geistig und alles, was er
vorträgt bespricht er früher mit Mir. Also ist das Wirken eines von Gott
Gelehrten.
Die oben angezogenen Worte des Evangelisten sind
entscheidend für die Wahrheit: Die Propheten waren Diener Gottes und Lehrer des
Volkes, dasselbe war der Fall mit Meinen Aposteln und Jüngern, ebenso
verkehrten viele fromme Christen, besonders die Aufseher der Gemeinden der
ersten drei Jahrhunderte mit Gott. Ich sagte hier ausdrücklich: Wer es vom
Vater hört und lernt’s, der kommt zu Mir.
Nun entsteht die Frage: Wie kann man Gott Vater hören und
lernen, da Er mit Sündern nicht spricht?! Und was sagen die Priester, wenn
jemand sagt, daß Gott mit ihm durch das innere
prophetische Wort spricht? Sie schreiben dann in öffentlichen Schriften: Das
ist Schwindel, Betrug, Ketzerei, falsches Prophetentum
und Wahnsinn oder Verrücktheit, denn Gott verkehrt mit gewöhnlichen Menschen
nicht. Hiermit erklären sie, daß Gott mit ihnen nicht
verkehrt, weil sie solche Sünder sind, daß Gott mit
ihnen nicht verkehren kann.
Ihre Finsternis in der Bibelkunde besteht aber hauptsächlich
in dem, daß sie, ohne der Sache gründlich
nachzuforschen, ob nicht doch die Wahrheit dahinter steckt, sich entflammen und
es ergreift sie eine Wut des Hochmutsdünkels und ohne zu bedenken, was sie
herauslästern aus ihrem Unverstand, da Gotteswort und Gott ein und dasselbe ist 6, nennen sie Mich, Gott, einen
Schwindler, Betrüger, Ketzer, falschen Propheten und Wahnsinnigen! –
Und das mit der Ausrede: Wenn Gott nicht mit uns verkehrt,
so verkehrt er auch mit gewöhnlichen Menschen nicht, und bedenken nicht, daß Gott nur mit Demütigen und Seine Gebote strikt
Erfüllenden, nicht aber mit groben Sündern als Hochmutsgeistern verkehrt.
In den Seligpreisungen der Bergpredigt heißt es wohl: „Selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer
ist das Himmelreich.“ Aber unter den geistlich Armen sind keine Idioten
oder Kretinen gemeint, sondern die Demütigen.
Nirgends steht es aber: Selig sind die Hochmütigen und diejenigen, die sich als
Gottesdiener für mehr als gewöhnliche Menschen halten bei Gott zu sein! 7
Alle von Gott Berufenen und Auserwählten, als Lehrer des
göttlichen Wortes im alten und neuen Testament, waren von Gott Selbst gelehrt.
Nirgends steht es aber in der Heiligen Schrift, daß
Gottesdiener müssen [in] hohen Schulen studieren und in weltlichen Seminaren
als theologische Schulen, statt zu Gott in die Lehre gehen, um vom Vater
Selbst, wie Ich, Jesus, es sagte gelehrt zu werden!
Echte Gottesdiener
Es werden aber manche zu Meinen Dienern sagen: Beweist es uns, daß
ihr tatsächlich die von Gott berufenen, gelehrten und auserwählten Diener
Gottes seid! Solchen antworte Ich, Jesus Selber, wie Ich einst den
Pharisäern sagte: Dieses böse und
ehebrecherische, das heißt: Gegen Meine Lehre lebende und handelnde Geschlecht
will zuerst Zeichen, um an Mein echtes Evangelium zu glauben. Es wird ihm aber,
als solchem, kein Zeichen gegeben werden 8, sondern Ich lehrte Meine Jünger:
Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden, das heißt den Ungläubigen geben, und
eure Perlen sollt ihr nicht den Schweinen vorwerfen, auf daß
sie dieselben nicht mit ihren Füßen zertreten, und sich wenden, und euch
(vor der Öffentlichkeit) zerreißen.
(Matthäus 7, 6).
Also sage Ich auch heute, daß Ich
für die Sünder zu Heilig und daher unnahbar bin, und daß
Ich somit auf euer Verlangen keine Wunder wirken werde, um eure Neugierde zu
ergötzen und zu sättigen, da Ich kein öffentlicher Schauspieler, oder ein
Bekehrer der Menschen bin, der dies mit der Gewalt der Wunder wirkt, weil dies
ein Mußgerichts-Glaube wäre, den Ich aber nicht haben
will, sondern ihr sollt euch merken, daß Ich euer
Gott und Richter bin, vor Dem man in Ehrfurcht die Knie beugen, nicht aber Ihn
herausfordern soll! Amen, 9
*
Fußnoten:
1Petri II. 1, 19; - Paulus an Galater
1, 11. 12.
2Matthäus 5, 58; - 3. Moses 11, 44; - 20, 7; -
Offenbarung 15, 4.
3Matthäus 5, 45; - 5, 44.
4Johannes 6, 63
5Joh. 54, 13; - Jeremias 31, 33 und 34.
6Lies Johannes 1, 1-3, 14; - Markus 9, 2-7; -
Johannes I. 5-7; - Hebräer 1. 2; - Kolosser 1, 15-16; - 1. Thess. 4, 8.
7Catech. Röm., P.
II, cap. VII, qu. 2.
8Matthäus 12, 38. 39.
9Ein Diener Gottes kann uns dann ein Wunder wirken,
wenn es Gott für ihn wirkt, sonst nicht.
Rudolf R. Hoff
Verlag für geistige Literatur
Mühlenweg 21, D 53902 Bad Münstereifel