freiheit, gleichheit und brüderlichkeit

werner may   im paradies   17309 fahrenwalde   werner(at)paradies-auf-erden.de
























































































































































Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit

aus „Christliche Theosophie“ – Kundgabe an Franz Schumi

Gleichheit ist die zweite Parole des Geistes Gottes in euch. Ja, Gleichheit soll unter euch durch Veredelung, Vergeistigung und Vergöttlichung aller eurer Tugenden werden. Veredelt, vergeistigt und vergöttlicht euch selbst, im Herzen eurer Liebe und im Kopfe eurer Weisheit, dann wird auch die politische Regierung sich veredeln, vergeistigen und vergöttlichen; denn sie ist der jeweilige Reflex eurer inneren geistigen Tugenden und Eigenschaften gewesen, nicht besser und nicht schlechter als diese, denn wie die Menschen im geistigen Leben sind, so werden sie von Mir eurem Gott durch ihre Vorgesetzten behandelt, und da müssen wegen der Masse böser Menschen, auch gute darunter leiden, bis eine allgemeine Umkehr zum Guten stattfindet.

Der Evangelist Lukas (3,5) schreibt nach Jesajas (40,3), der im Jahre 726 vor Christus diese Worte von Mir erheilt, wie folgt: "Die Stimme eines Predigers in der Wüste spricht: Bahnt den Weg dem Herrn! Ebnet seine Pfade! Jedes Tal soll ausgefüllt; jeder Berg und Hügel soll abgetragen; was krumm ist, soll gerade; was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alles Fleisch soll das Heil Gottes sehen.“

Unter diesen Worten ist die materielle und geistige Gleichheit unter den Menschen gemeint. Diese auf Meine Ankunft hindeutenden Worte des Propheten, haben nicht bloß für die Zeit Johannes des Täufers gegolten, sondern sie gelten auch für eure Zeit. Die geistige Ausdeutung dieser prophetischen Worte lautet: Die Stimme des Geistes Gottes der Liebe in der lieblosen Welt spricht: Erfüllt das Gesetz der Liebe! Liebt euch, wie die Brüder untereinander! Die Niedrigen sollen als ebenbürtige Menschen, weil sie Kinder eines und desselben geistigen Vaters sind, betrachtet werden; der Hochmut und die Selbstsucht sollen unter den Menschen verschwinden; was heimtückisch ist, soll aufrichtig; was lieblos ist, soll barmherzig, und somit alles lieb und gut werden! — Und alle Menschen sollen im Lichte der göttlichen Lehre wandeln und in göttlicher Liebessonne ihres Herzens sich gegenseitig erwärmen und erquicken.

Durch die geistige Erfüllung dieser Lehre vollzieht sich dann die materielle Auslegung von selbst, weil die Menschen selbst die Schöpfer ihrer geistigen und materiellen Zustände sind. Der materielle Sinn aber ist folgender:

Laut ruft die Stimme eines Predigers in der Wüste (das heißt des Elias als Johannes des Täufers in der geistigen Wüste der sündigen Welt): Bereitet dem Herrn Jehova den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserem Gott (als Messias oder Christus). — Alle Täler (die da sind die Niederen, Armen und Unterdrückten) sollen erhöht werden, und alle Berge (die da sind die Herrschenden, Fürsten und Könige) und alle Hügel (die da sind hohe Würdenträger und Mächtige) sollen erniedrigt werden, und was ungleich ist, (durch Klassen und Kasten unter den Menschen), soll eben (und gleich mit Niederen), und was höckerig (oder gebeugt und unterdrückt) ist, soll schlicht (und mit Anderen gleich) werden. Denn die Herrlichkeit Jehovahs (die da sind die nach göttlichem Gebote der Liebe lebenden Kinder Gottes), soll geoffenbart werden und alle Menschen werden (bei der Wiederkunft Christi diese Voraussage erfüllt sehen.)

Die Täler, Berge und Hügel sollen gleich sein, jeder Klassenunterschied aufhören, und der größte soll nicht nach dem Buchstaben — sondern nach den Taten der Nächstenliebe der Diener Aller sein. So lautet Jehova's Ordnung für Meine Wiederkunft als Jesus, die bereits unterwegs ist, das tausendjährige, das heißt, das zukünftige Reich des Geistes Christi auf Erden aufzurichten.

Mein Paulus erhielt von Mir zur Beleuchtung der Einführung der Gleichheit folgende Worte: „Ihr sollt durch euren Überfluss den Mangel und die Not der Bedürftigen ausgleichen, dadurch werden die Täler erhöht und die Höhen erniedrigt.“ Das ist der Sinn des Jesajas — nicht aber eine sinnlose materielle Abtragung der Anhöhen zum Ausfüllen der Täler. Hier gehört die Mahnung Meiner Lehre: Alles was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollten, wenn ihr in der Not und Bedürfnis wärt, das tut auch ihr ihnen; (und Alles, was ihr wünscht, dass euch Andere nicht tun, das tut auch ihr ihnen nicht.) Also tut! und euer Leben und Handeln wird gerecht vor Mir.

(Franz Schumi - Christliche Theosophie)

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Die dritte Forderung des Geistes Christi an euch ist die Brüderlichkeit. Der Mensch ist nach seinem Geiste ein Bruder zu Gott, nach seiner Seele aber zu Satan, daher das aufbäumende im Menschen, wenn es ihm nicht nach dem Willen seiner Weisheit geht, weil die Seele noch immer die Evas-Schlange, welche die hochmütige Selbstsucht heißt, in ihrer Weisheit trägt, die da der Gegenpol zum Geiste der Liebe in eurem Herzen ist. Hier wogt immer der geistige Kampf zwischen der hochmütigen Weisheit und der liebevollen Selbstlosigkeit. Im Kopfe ist die Hölle, wo der Weisheitssatan; im Herzen der Himmel, wo der Liebesgeist Jesu thront; daher habet ihr nur zwei Spannen Entfernung zwischen Himmel und Hölle, oder Liebe und Weisheit, die getrennt im steten Widerspruch und Kampf stehen.

Die Bezeichnung Brüderlichkeit kommt euch sonderbar vor, weil ihr in lauter Kasten und Sekten getrennt seid, die sich gegenseitig nicht mögen und daher befehden, weil sie nicht von Mir Christus, sondern vom Antichrist her sind. Dass es so ist, erseht ihr aus Meinen Worten, die Ich zu Meinen Jüngern sprach: „Es gibt nur einen geistigen Vater, der im Himmel ist; ihr aber seid alle Brüder, weil Kinder Gottes und somit Götter.“

Da Ich Gott Jesus Selber als euer Geist in euch wohne, daher muss euer Geist in Freiheit leben und nicht von der Kirche und dem Staate in geistigen Fesseln gehalten werden! — und da ihr Meine Kinder seid, dann muss auch die Gleichheit als Brüder und Schwestern, in Allem und ohne jede Ausnahme, unter euch herrschen. — Ihr aber habet bisher unter dem Gesetz der Weisheit (statt der Liebe), daher in Knechtung, Ausbeutung und Unterdrückung gelebt, weil in euren Vorgesetzten nicht der Geist des Herrn, eures Vaters und Gottes war, — und so hat das Sprichwort "Volkes Stimme ist Gottes Stimme", wenn diese nach Erlösung aus den Fesseln der Knechtung schreit und ruft, hier seine volle Berechtigung; denn Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ist die Stimme eures in euch wohnenden Gottes, Dem die heutige Weltordnung ein Gräuel ist, und dem Er nun ein Ende machen will. Dadurch wird entstehen ein neues Reich, das Reich der geistigen Liebe des Herrschers von Ewigkeit, wo ein Hirte (Jesus) und eine Herde (der in Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit lebenden Kinder in der liebe Gottes) wird.

Gleiche Pflichten, gleiche Rechte. Ich habe nicht Menschen von zweierlei Abkunft erschaffen, damit die Einen arbeiten und die Feiernden ernähren, sondern alle Menschen zusammen sind berufen zu arbeiten, jeder nach seiner Art, nach seinem Beruf und seinen Kenntnissen.

Doch denke niemand, dass außer Feldarbeiter-, Handwerker- und Volkslehrerstand, für diesen — auch Herren-, Beamten-, Soldaten-, Pensionisten- und Priester-Stand, als zur Weltordnung gehörig, von Mir vorgesehen wurde. Alle diese hohen Stände sind Auswüchse außerhalb der göttlichen Ordnung.

Alle diese sind überflüssig, wenn die Menschen genau nach Meinen Geboten, Lehren und Tugenden, wie einst Vater Jesus leben möchten. — Weil aber die Menschen Mir nicht folgen wollen, daher schwinge Ich Meine Zuchtrute über sie durch obige privilegierten Stände und lasse das Sklaventum in allen Arten und Formen unter den Menschen vegetieren. Und doch ist diese Zuchtrute nicht von Mir her, sondern von den Menschen selbst, weil sie Meine göttliche Ordnung nicht respektieren, und die Folge ist, dass das Nichtbeachten dieser Urordnung aus Mir, sich schrecklich straft an den Übertretern, so dass sich die Menschheit nicht mehr ohne Mich aus der geistigen und leiblichen Sklaverei, die sie sich selbst langsam empor gebildet hatte, erlösen kann.

Menschen! Erkennt Mich, Jesus, als euren Vater, Gott, Richter und König und Ich werde euch liebreich anhören und euch erlösen.

Was ihr im Allgemeinen nicht getan, noch Lust habet zu tun, weil ihr zu schwach im Glauben und Gottvertrauen seid, haben viele fromme Menschen für euch getan, und aus Liebe zu diesen Kindern werde Ich die gesamte Menschheit erlösen und in die adamitische Urordnung zurückführen. Dann wird es nichts als "gleiche Pflichten und gleiche Rechte" geben, daher wird die gesamte Menschheit hoch ausgebildet werden und ein Volk des Reiches des heiligen Geistes Gottes bilden, mit Mir, dem Vater Jesus Jehova Zebaot als Richter, König und Gott an der Spitze der geistigen Weltordnung.

Die Liebe ist Gott, die Weisheit ist Satan, wenn aber die Weisheit ihre hochmütige Selbstsucht der Liebe unterordnet, dann entsteht die Wahrheit oder Christus.

Die Liebe wird nun in ihrer Überschwenglichkeit durch die Weisheit weise geleitet; die Weisheit aber durch die Liebe in ihrer abstoßenden Hochnasigkeit gesänftet und erträglich gemacht. Beide zusammen wandern nun wie Mann und Weib, welche Weisheit und Liebe bedeuten, Hand in Hand, die hoch göttliche Tochter Wahrheit bildend, und umarmen die Welt, als in ein geistig-göttliches Wesen vereinte liebevolle und zugleich hoch weise Herrscherin und leiten und führen die Menschen als Brüder und Schwestern zu Gott.

So ist die Liebe und Weisheit vereint, die lebendige Wahrheit in euch und ihr seid fähig als Herr und Diener, reich und arm, gelehrt und ungelehrt euch gegenseitig als ebenbürtige Menschen vor Gott zu betrachten, und durch Liebe und Weisheit, Demut und Geduld leicht zu ertragen, euch gegenseitig zu schätzen und als Kinder eines ewigen Vaters im Materiellen und Geistigen liebreich zu unterstützen, weil ihr immer dadurch das höchste Gebot im Gesetze erfüllt. Da gilt der Wahrspruch eures Vaters Jesus "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder: Ohne zu zweifeln gläubig, ohne Heimtücke verzeihend, und liebevoll, demütig, barmherzig und verträglich untereinander, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."

Nun kommen wir zum Schluss Meiner Belehrungen. — Meine Aufklärungen gelten Allen und Jedem, der ein Verlangen im Herzen trägt, nach der Leibesablegung seiner Seele, die ihr den Tod des Fleischkörpers nennt, glücklich zu werden.

Und daher will Ich besonders das betonen, dass die Lehre der Wahrheit in der christlichen Theosophie sowohl für die hohe Intelligenz, wie auch für jeden Menschen von eminenter Wichtigkeit ist. Besonders hervorragend ist sie für die hohe Intelligenz, weil diese in jetzigen Zeit bereits auf einer Stufe der Bildung steht, dass sie nichts mehr annimmt, was nicht Sinn und Geist des Lebens in sich birgt. — Und gerade die christliche Theosophie involviert das Höchste in sich, was die Liebe und Weisheit vereint anstreben, und das ist die Veredelung, Vergeistigung und Vergöttlichung eurer selbst. Deshalb habe Ich diese herrlichen Perlen Meiner echten Lehre euch vorgelegt, um das Interesse für das Hohe der christlichen Theosophie zu erwecken und zu beleben; denn nur so wird die Sache Jesu, eures Vaters, gefördert, Der euch zu Kindern Seiner Liebe und als Gott — zu Göttern Seiner Herrlichkeit und Heiligkeit machen will.

Das, was ihr hier in einem Jahre im Geistigen erreichen könnt, dauert im Geisterreich, weil ganz andere Verhältnisse bestehen, mehrere Dezennien, bei Manchen auch mehrere Hunderte und Tausende von Jahren.

Es ist wahr, man kann nicht gleich ein Theosoph oder Wiedergeborener sein, aber ihr habet auch nicht sogleich, als ihr auf die Welt kamt, dieselbe Ausbildung mitgebracht, die ihr heutzutage habet. Daher sollt ihr wie ein Lehrjunge anfangen euch langsam auszubilden und euch so lange verfeinern in dieser geistigen Kunst, bis ihr Meister in derselben werdet. Ihr seid alle berufen an der Herrschaft des Weltalls eures Vaters teilzunehmen, daher müsst ihr euch in denselben Tugenden ausbilden, welche Ich von euch zu diesem Ziel und Zweck verlange. Denn als Herrscher und Leiter einer Welt, die so groß wie eure Erde — und so aufsteigend bis zur Urzentralsonne, die eine Million eurer Sonnen groß ist, muss man wohl tätig in der Liebe und Weisheit sein, um all die Unzahl von Menschen, die diese Riesenwelten bewohnen, wie ein Gott zu regieren und mit den geistigen Augen überall über- und durchzublicken.