das 2. gebot

werner may   im paradies   17309 fahrenwalde   werner(at)paradies-auf-erden.de

Das 1. Gebot
Das 2. Gebot
Das 3. Gebot
Das 4. Gebot
Das 5. Gebot
Das 6. Gebot
Das 7. Gebot
Das 8. Gebot
Das 9. Gebot
Das 10. Gebot










































































































































































































































































home

Du sollst den Namen deines Gottes nicht eitel nennen; 
denn Jehova wird den nicht ungestraft lassen, 
der Seinen Namen missbraucht.“

Der Name Gottes ist heilig und unnahbar für unreine Geister; er ist die innere Tatkraft lebendiger Überzeugung für ein reines geistig lebendes Kind Gottes; niemand soll diesen Namen leichtfertig und scherzweise aussprechen, denn es birgt das geistige Gebot in sich, dass der Frevler, der ihn eitel nennt, in sich geistig sündigt und sich verfinstert. Jedes Wort, das diesen Namen ausspricht, steht in der Waagschale, welche nach dessen Aussprache den Menschen nach Oben hebt oder nach Unten wirft. Daher sprecht diesen Namen allemal mit lebendiger Liebe, werktätiger Demut und stets Kraftvoll, wie eine tönende Glocke, in lebendiger Liebeserregung eures Herzens. Nie soll der Mensch etwas denken, sprechen oder tun, ohne alle Ehre diesem hochheiligen Namen entgegen zu bringen, alles in diesem Namen beginnen und alles in diesem Namen beenden, ja, der Mensch ist berufen, der ewige Hohepriester seines lebendigen dreieinigen Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht in seinem Herzen zu sein, Dem er alles zur Ehre aufopfern und in Liebe darbringen soll, damit er zu einem lebendigen Tempel Gottes werde! —


Verbot im zweiten Gebote.

In dem zweiten Gebote wird verboten, Gottes Namen zu entheiligen.

Den Namen Gottes entheiligt man:

a) Durch den Missbrauch bei verschiedenen Gesprächen, besonders, wenn man zu Unwahrheiten oder Lügen Gott als Zeugen nennt; ferner bei Verwünschungen, Zaubereien und Beschwörungen.

b) Durch alle Sünden: Paulus schreibt: Du rühmst dich des Gesetzes, entehrst aber Gott durch Übertretung des Gesetzes.

c) Durch die Gotteslästerung, indem man über Gott verächtlich spricht. Die Religion Christi bemängelt und in den Kot zieht und durch Aufstellung philosophischer Glaubenssätze, weil man dadurch das göttliche Wort und Gebot verwirft.

d) Wenn man ohne Not oder gar falsch schwört.

Darüber sagte Ich Jesus: Ich sage euch: Ihr sollt gar nicht schwören, weder bei dem Himmel, weil er der Thron Gottes ist, noch bei der Erde, weil sie der Schemel Seiner Füße ist, noch bei Jerusalem, weil sie die Stadt des großen Königs ist.

Moses schreibt: Du sollst nicht falsch schwören bei Meinem (göttlichen) Namen und den Namen Deines Gottes nicht entweihen (durch Schwüre und Anrufung des Namens Gottes zu weltlichen Händeln); denn Ich bin Jehova.

Am deutlichsten sagt euch den Willen Gottes der Apostel Jakob indem er schreibt: Vor allen Dingen aber meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch sonst einen Eid; sondern eure Wahrheits-Beteuerung soll lauten: Ja, das aber ein Ja der Wahrheit sein muss; und Nein, das auch ein Nein der Wahrheit sein muss, damit ihr nicht in das Gericht Gottes fallt.

Der Schwur ist eine heilige Sache, auch wenn er nicht gegen die zehn Gebote gerichtet ist. Daher denke jeder nach, was er tut! — Glaubt der Schwörende nicht an Gott, dann ist sein Schwur ein Schwindel und Betrug; glaubt er an Gott und begeht er einen Schwur gegen die zehn Gebote Gottes, dann ist es ein Frevel gegen Gott; denn wie kann jemand Gott zum Zeugen anrufen, und er tut dies im vollen Bewusstsein, dass er ganz gewiss gegen Mich handeln und Meine göttlichen Gebote mit Füßen treten wird?!

Die Menschen handeln gegen Mich, ihrem Gott, wie gegen Einen ihresgleichen.

Sie denken nicht, dass Gott überheilig ist und dass man seinen Namen nicht in den Schmutz der Weltsünden ziehen darf. Der Schwörende glaubt, dass es ganz gleich ist, was und wie er schwört und beachtet nicht das zweite Gebot Gottes, welches verbietet den Namen Gottes eitel zu nennen und Gott in Welthändel der Sünden und Verbrechen zu ziehen. Man stolpert gedankenlos über Alles und denkt nicht nach, ob es gerecht erscheint gestolpert zu sein.

Wenn du Schwörst, so trachte keine Meineide zu schwören, da du sie nicht verantworten kannst, denn dafür hat dir Gott die Urteilsgabe gegeben, um zu beurteilen, was recht oder unrecht ist. Überhaupt muss jeder Eidschwur unterbleiben, sobald die Menschen rechtschaffen und gottesfürchtig werden, denn das Ja und Nein wird dann genügen.

e) Wenn man die Gott gemachten Gelübde bricht.

Moses äußert sich darüber wie folgt: Wenn du deinem Gott Jehova ein Gelübde tust, so säume nicht, es zu erfüllen; denn Jehova, dein Gott, wird die Erfüllung fordern, und wenn du sie unterlässt, es dir zur Sünde rechnen. — Wenn du keine Gelübde machst, so hast du keine Verpflichtung und Sünde; — aber was du einmal gelobend ausgesprochen hast, das sollst du halten und erfüllen, wie du freiwillig mit eigenem Munde deinem Gott Jehova versprochen hast es zu tun.

f) Wenn man den Namen Gottes ohne Not und ohne Ehrerbietung nennt.

Es ist heutzutage soweit gekommen, dass die Menschen von dem zweiten Gebote gar keine Notiz nehmen. Wer ist dessen Schuld? Wohl niemand als die Religionslehrer des Volkes. Wenn sie den Leuten gesagt und oft wiederholt hätten, dass es eine grobe und große Sünde ist, den hochheiligen Namen Gottes immer und für alle Sachen im Munde zu führen, so würden sich die Menschen das gemerkt haben und getrachtet, besser zu werden. Aber die Priester vergaßen in ihrer Weltlichkeit ihre Pflicht und die Menschen wissen nichts besseres — und daher wird der Name Gottes eitel genannt oder missbraucht, während Ich entschieden will, dass Mein Name nicht entheiligt, sondern geheiligt werde, wie Ich es im Vaterunsergebet gelehrt habe.

Die Priester dienen viel zu viel der Welt, welche ist das Streben nach Geld, Ehre und Herrschaft; denn wer die Zeremonien dazu benützt, um das Volk an sich zu ködern, es zu verdummen und geistig zu zerstören, dass er es zu Dienern des heidnischen Zeremonienglaubens macht und es ganz von der Gnade und Ungnade der Kirche und nicht von Gott abhängig macht, und alles dies aus persönlichen Vorteilen, — solche Gottesdiener sind nicht Meine, sondern die Diener Meines Widersachers.

Darum liegt ganze Welt im Argen, weil diese — nicht von Mir Berufen, die nichts arges ahnenden Schafe Meines Stalles, geistig bereits zerrissen und sie der Hölle zugeführt haben.

Das Volk lästert Mich fort und fort und weiß nichts davon, weil es bereits in einer argen Hölle steckt und größtenteils von Höllengeistern der Verstorbenen besessen ist. Wären die Priester tatsächlich Gottesdiener — so müssten sie sich entsetzen vor dem Volke, welches Meinen hochheiligen und unnahbaren Namen täglich entheiligt, da Ich als Gott ein strenger Richter bin, vor dessen Antlitze die heutige Menschheit mit wenig Ausnahme eine Gesellschaft von Majestätsbeleidigern an Meinem heiligen Namen: Gott, Jesus oder Christus ist, da sie Mich gedankenlos auf ihrer sündhaften Zunge herumträgt und täglich lästert. Verschiedene Redewendungen in Freud, Leid, Scherz und Sünde sind da, um einen Ausruf: O Gott! — O Jesus! — Jesas na! — O Christus! Christus na! — O Christe eleison! — Man lebt wie ein Gott in Frankreich! — O Herrgott! und ähnliches mehr an das Tageslicht bringt.

Ich sagte durch Moses: "Du sollst den Namen Gottes nicht eitel nennen, ihn dadurch missbrauchen; denn Ich werde denjenigen nicht ungestraft lassen, der Meinen Namen eitel nennt und ihn dadurch missbraucht."

Darunter sind auch die Namen Jehova, Zebaot, der Heilige Israel und der heilige Geist gemeint.

Über dieses heilige Gesetz sollten die Priester mit aller Strenge wachen, da sie Mir verantwortlich sind. Und was tun sie? Stilschweigen und dadurch gutheißen die Missbräuche des Volkes, — dadurch aber berauben sie das Volk um sein Seelenheil, weil der Mensch alle solche Untugenden, Leidenschaften und Missbräuche in der Hölle ablegen muss, bevor er ins Paradies eingelassen wird, da sie im Paradiese nicht vorkommen dürfen. Denn niemand kommt ins Paradies, bevor er sich nicht der großen Fehler gegen Meine echte Christuslehre entledigt hat, wozu aber immer Jahre und Jahre nötig sind, weil niemand seine Untugenden, Gelüste, Begierden und Leidenschaften schnell ablegen kann.

Wie mit Meinem göttlichen Namen, — so treiben sie die Menschen auch mit Maria und Joseph einen großen Missbrauch. Merkt euch, ihr gedankenlosen Menschen, dass diese Namen für euch zu heilig sind, um sie stets auf eurer sündhaften Zunge herumzuwälzen. O Maria! — Jesus, Maria und Josef! ist euer gewöhnlicher Aufschrei und Ausruf bei jeder Gelegenheit, sei es Scherz, Ernst, Verwunderung, ja sogar auch, wenn ihr die ärgsten Sünden begeht! —

Darum hört Mich an! Ebenso, wie ein jedes Kind nur diesen Personen zugetan ist, die es im Weltlichen pflegen und versorgen, und nicht denen, die sich nie bekümmern um ihr weltliches Wohl, ebenso bin auch Ich zugetan Meiner lieben Leibesmutter Maria und Meinem lieben Ernährer Joseph wegen ihrer einstigen Pflege, die sie Mir damals angedeihen ließen, und daher will Ich nicht, dass ihr sie eitel nennt, spottet oder schimpft. Ihr könnt Maria grüßen, jedoch nicht anbeten, wie ihr es bisher getan und ihr Tempel (Kirchen) gebaut; — aber ihr sollt sie auch nicht vergessen, ebenso wie ihr des Josephs nicht vergessen sollt, denn sie stehen in Meiner großen Huld. —

Und das viele Gott und Himmel Sakramentieren und Fluchen ist ein Fahrbillet in das Reich der Hölle; denn die Höllengeister tun dasselbe, und wenn ihr es tut, so seid ihr sogleich von einer großen Schar der ärgsten Teufel aus der Hölle umgeben, die euch fleißig sekundieren und anfeuern höllisch zu sein. Denn die zweite Hölle ist auf der Erde, und in dieser Gesellschaft seid ihr Tag und Nacht, wenn ihr gegen Meine Gebote handelt.

Und nun schaut in die Länder, die Allen wohlbekannt, weil sie groß sind und in Europa liegen und wo Ich viel gelästert werde! — Da sind gewisse Gattungen von Menschen, die Zuchtrute Gottes für das Volk, welches, ob klein oder groß, fortwährend flucht, Mich mit der Zunge oder Worten schändet, Mir Namen gibt, die unter aller Kritik sind; und ebenso Meiner Leibesmutter Namen gibt, die Ich euch nicht nennen darf! — ja, wo das Volk mit der Heiligkeit des Göttlichen in Worten nicht viel besser umgeht, wie einst in Sodoma und Gomorra. Deshalb steckt es aber auch unter Meiner wohlverdienten Zuchtrute hier, — und ins Geisterreich angekommen, — gehen Alle dorthin, wohin sie ihre geistigen Dienste im Leben geleistet haben. Die Hölle ist ihre Heimat. Und zu aller dieser höllischen Ausgeburt des Lästerns Meines heiligen Namens schweigen die dortländischen Priester und lassen das ihnen anvertraute Volk sorgenlos in die Hölle gehen. —

Je schlechter das Volk, desto mehr Elend muss es leiden, desto mehr wird es von der Kirche und vom Staate und wenn die nicht genügt, noch von anderen Landplagen und Ungeziefer in Menschengestalt heimgesucht, ausgebeutet, beschwindelt, betrogen und unterdrückt. Versteht ihr nun, woher die Höllenzustände der Welt herrühren, in denen ihr euch befindet?! —

g) Wenn man den Namen Gottes verfälscht: Das Verfälschen des Namens Gottes heißt es, den Namen Gottes durch Witze und Scherze anders gebildet und verdreht aussprechen.

h) Wenn man das Wort Gottes verfälscht: Das Wort Gottes Verfälschen heißt es, aus selbstsüchtigen Gründen wissentlich anders deuten, als der Grundsinn ist, oder auch aus falschen Ansichten es anders deuten und in dieser Verfälschung oder im Wahn hartnäckig verharren und trotz der klar sprechenden Gegenbeweise sich nicht daran lehren. —

An dieser groben Sünde litten bisher alle christlichen Kirchen und Sekten.


Das Gebot im zweiten Gebote.

In dem zweiten Gebote wird befohlen: Dass man Gottes Namen heiligen, ehrerbietig gebrauchen, in allen Nöten anrufen und loben und preisen soll.

Es heißt doch schon im Vaterunsergebet: „Geheiligt werde Dein Name!" Darum soll der Mensch alles zur Heiligung des Namens Gottes tun und das kann nur durch das Heiligen des eigenen Lebens des Menschen geschehen, da der Mensch nach dem Leib ein Tempel Gottes, nach der Seele ein Bußopferpriester Gottes ist, oder doch sein soll. Daher soll der Mensch sein Leben heiligen, indem er das tut, was Ich Gott, sein Vater, ihn zu tun lehre und sage, dass er es in der Tat der Wahrheit kehren soll.

Ein jeder Mensch, der Kenntnis von diesen Meinen Geboten hat, soll wissen, dass ein jedes Wort, und ein jeder Gedanke, der mit Meiner Liebe nicht vereinbart werden kann, ein Übertreten dieses Meines gegebenen Gebotes ist, da er Mich dadurch in Meinem heiligen Namen missbraucht.

Die reine Liebe zu Gott und den Menschen, als Kindern Gottes, ist es, welche dich schützt, dieses Gebot nicht zu übertreten, sondern zu erfüllen, weil die Liebe des Gesetzes Erfüllung ist.

Mich, deinen Jesusvater, sollst du über Alles lieben, verehren und achten, damit du Meinen Namen nicht entheiligst, sondern stets nur Lob, Preis und Dank entgegen bringst. Dieses begehre Ich von Dir, und von jedem Anderen, der Mich in Meiner alles beglückenden Liebe erkannt hat. Denn die Liebe ist es, die euch vom Joch der Finsternis erlöst.

Den Namen Gottes ehrt und heiligt man:

a) Wenn man Gott freimütig vor der ganzen Welt bekennt, wie König David im Psalm sagt: Ich will Dich erheben mein Gott und König und loben Deinen Namen ewig fort. Ich will Dich täglich loben und Deinen Namen rühmen ewig immerfort, und also sagte Ich Jesus: Wer immer Mich vor den Menschen bekennen wird, den will Ich auch vor Meinem Vater bekennen, Der im Himmel ist.

b) Wenn man Gott in geistlichen und leiblichen Nöten um Hilfe und Beistand bittet:

David sagt im Psalme: Rufe zu Mir, dem Jehova, am Tage der Trübsal, so will ich dich erretten und du sollst Mich preisen.

Johannes schreibt: Die ist das Vertrauen, das wir zu Jesu haben, dass Er uns in allem, was wir nach Seinem Willen begehren werden, erhört.

c) Wenn man auch in rechtmäßiger Zeugenschaft nicht durch einen Eidschwur beteuert und Gott zum Zeugen anruft, um etwas glaubwürdig zu machen. —

Zwar sagt Moses: Jehova, deinen Gott, sollst du fürchten und Ihm allein dienen und bei Seinem Namen schwören. Allein dies widerspricht dem, was nach Meiner (Jesu) Lehre der Apostel Jakob sagte: "Vor allen Dingen aber meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch sonst einen Eid (daher auch nicht bei Gott); eure Wahrheits-Beteuerung soll lauten: Ja, das aber ein Ja der Wahrheit sein muss; und Nein! das auch in Nein der Wahrheit sein muss, damit ihr nicht in das Gericht Gottes fallt.“

Daher ist der Eidschwur bei Meinem heiligen Namen nicht gestattet und die Angabe Mosis als ein menschlicher Irrtum zu betrachten. —

Wie ist dann die Zeugenschaft auf Ja und Nein zu betrachten, wenn ein Mensch lügt und denkt: ich habe doch nicht Gott als Zeugen angerufen, sondern bloß eine Notlüge getan, um deren Verzeihung ich Gott bitten werde, da zwischen einer Lüge in der großen Not und dem Eidschwur bei Gottes Namen doch ein großer Unterschied sein wird?

Eine Lüge in großer Not, wenn sie dadurch dem Gegner als Unschuldigen einen wesentlichen Schaden verursacht, den Schuldigen oder Verbrecher aber, der gelogen hat, entlastet, ist in den göttlichen Augen ein so großes Verbrechen, dass es einem Meineide gleichsieht, weil in diesem Falle der Richter angelogen wurde, der ein gerechtes Urteil sprechen soll, ferner ist dem Unschuldigen die Ungerechtigkeit widerfahren, der Verbrecher aber als unschuldig erkannt worden.

Man denke nach, dass alles dieses im Beisein Gottes geschehen ist, da Gottes Geist in der Brust eines jeden Menschen wohnt, somit der Zeuge des Verbrechens ist, ob man Ihm zum Zeugen anruft oder nicht.

d) Wenn man die Gelübde, die man Gott gemacht hat, getreu erfüllt.

David ermahnt im Psalme: Gelobt und haltet das Gelübde dem Jehova, eurem Gott, alle die ihr um Ihn her seid, und bringt Liebesgaben des Herzens, dem Ehrfurchtgebietenden.

e) Wenn man das Wort Gottes fleißig und andächtig hört und lebt und handelt darnach.

Darüber schreibt Paulus: Das Wort Christi wohne reichlich in euch mit aller Weisheit! Lehrt und ermahnt einander mit Psalmen und Lobgesängen und lieblichen geistigen Liedern und singt Gott in Liebe eurer Herzen.

Lukas: Selig sind die, welche das Wort Gottes hören und dasselbe beachten.

f) Wenn man alles zum Lobe und zur Ehre des göttlichen Namens unternimmt oder Gott aufopfert, worüber zwei Stellen aus dem neuen Testamente sprechen:

Sagt allezeit Dank für alles Gott dem Vater im Namen unseres Herrn Jesus Christi. Ihr möget essen oder trinken oder was immer tun, so tut es immer zur Ehre Gottes und opfert es Ihm auf!

Der Name Gottes ist heilig und kann daher zu allen heiligen Handlungen genannt und gebraucht werden, so bei Gebeten, Liedern, geistlichen Vorträgen oder Vorlesungen und in allen Schriften, die zur Ehre Gottes verfasst sind.

Wie es verboten ist, den Namen Gottes eitel zu nennen, so ist es anderseits heilig, wenn man den Namen Gott, Jesus, Christus, Jehova, Zebaot, besonders aber den Vater Jesus zum Gegenstande hat, nennt und in aller Liebe anruft.

Der Name "Jehova" war bei den Juden als heilig betrachtet, den sie nicht wagten leichtfertig zu nennen, noch jetzt dies nicht wagen auszusprechen. Daher nannten die Evangelisten und Apostel satt "Jehova" lieber "der Herr", wie dies aus verschiedenen, aus dem alten ins neue Testament herübergenommenen Stellen und Zitaten erhellt, in welchen statt Jehova, genannt wird der Herr, wie zum Beispiel: Matth. 22,37 / Luk. 10,27. verglichen mit 5. Mose 6,5 und anderwärts.

Dass den Namen "Jesus" die Apostel für eben so hoch und heilig hielten wie den Jehova, sagt auch der Apostel Paul nach Jesaja, welcher spricht: "Dass vor dem Namen Jesus alle Knie sich beugen derer die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes des Vaters", und überdies, dass Er von den Teufeln in der Hölle nicht genannt werden könne, was auch aus spiritistischen Sitzungen bekannt ist.


Im geistigen Sinne

wird alles das unter dem Namen Gottes verstanden, was aus dem Wort Gottes gelehrt und wodurch der Herr Jesus Christus oder Gott genannt, angerufen und verehrt wird, weil überhaupt alles, was den Namen Gottes betrifft, darin inbegriffen ist, und daher unter "Namen Gottes ins eitel Weltliche ziehen" verstanden wird etwas davon hernehmen, bei unnützem und weltlichem Gerede, bei Lügen, Verwünschungen, Zaubereien und Beschwörungen; weil, wenn man dabei sich des Namens Gottes bedient, dann Seinen heiligen Namen ins Unheilige ziehen und somit entheiligen und lästern heißt.

Dass alles das, was die Lehre Gottes betrifft, das heilige Wort Gottes oder Christus ist, und was man aus ihm hat, somit alle Aufklärungen und Belehrungen wie man Gott dienen und den Nächsten als Kind Gottes betrachten soll, die Belehrung und Verherrlichung des Namens Gottes ist, zeugen mehrere Stellen der heiligen Schrift...

Außer diesen Stellen, gibt es noch viele, wo unter dem Namen Gottes das Göttliche im Worte, das von Gott ausgeht und durch das Er verehrt wird, zu verstehen ist.

Unter dem Namen Jesus d.h. Erlöser, Retter, Heiland oder Arzt, wird aber verstanden das Ganze der Erlösung, die Rückerwerbung der Kindschaft Gottes für alle Menschen durch das Leiden und sterben am Kreuze.

Unter dem Namen Christus aber das Ganze der Seligmachung durch Seine Lehre, weil der Name Christus einen Gesalbten oder König bedeutet, mit dessen Lehre, Gesetzgebung und Staatsordnung die Völker beglückt werden sollen.


Im himmlischen Sinne

wird unter dem Namen Gottes ins Eitle oder Weltliche ziehen das verstanden, was Jesus zu den Pharisäern sagte: "Jede Sünde und Lästerung wird dem Menschen vergeben werden, allein die Lästerung wider den heiligen Geist wird nicht vergeben werden." Matth. 12,31+32.

Unter der Lästerung des heiligen Geistes wird verstanden, die Lästerung wider die Göttlichkeit oder Leugnung der Göttlichkeit im Menschen Jesus, und In-den-Kot-ziehen der Wahrheit oder Heiligkeit des göttlichen Wortes. Besonders auch das hartnäckige Behaupten des Gegenteils und Handeln wider den Geist der Wahrheit aus Gott, welcher durch das Gewissen sich offenbart und die Wahrheit durch die Inspiration kundgibt.

Dass unter dem Namen Jehova oder Vater Ich Jesus als Gott und Mensch oder Gottmensch im himmlischen oder höchsten Sinne verstanden werde, erhellt aus folgenden Stellen der heiligen Schrift:

Johannes 12,28: Ich sprach: Vater verherrliche Deinen Namen! und es kam eine Stimme aus dem Himmel, welche sprach: Ich habe Ihn nicht nur verherrlicht, sondern werde Ihn auch ferner verherrlichen.

Johannes 14, 13+14: Alles, was ihr bitten werdet in Meinem Namen, das will Ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohne; wenn ihr etwas bitten werdet in Meinem Namen, so werde Ich es tun.

Im Gebet des Herrn wird durch "Geheiligt werde Dein Name", im himmlischen Sinne auch nichts Anderes bezeichnet, wenn auch in verschiedenen tiefsinnigen Ausdrücken ausgesprochen.