das 3. gebot

werner may   im paradies   17309 fahrenwalde   werner(at)paradies-auf-erden.de

Das 1. Gebot
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Das 10. Gebot


















































































































































































































































































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„Du sollst den Sabbat heiligen.“


Der Name Sabbata heißt "Ruhe" in hebräischen Sprache, somit der Tag der Ruhe von der materiellen Arbeit.

Die Ursache, warum die Sabbatheiligung eingeführt wurde.

Die Sabbatheiligung nahm ihren Ursprung schon zu Adamszeit (Jahr 919) wie „Die Haushaltung Gottes“1 darüber berichtet 
Als später das Volk Israel in Ägypten war, riss mit der Zeit der Missbrauch ein, dass es wie die Heiden, keinen Tag mehr heiligen wollte und gedankenlos die Tage des Lebens durchbrachte

Als aber die Zwiesprache zwischen Mir und Moses auf dem Berge Sinai auf die Gedankenlosigkeit der Israeliten kam, und dass sie, wie die Heiden, alle Tage gleich durchleben, meinte Moses, dass, wie es in der Schöpfungsperiode sieben Zeiträume gab, also könnte man einen siebenten Tag bestimmen, wo jede Arbeit ruhen und der Mensch nur an Gott und Geistiges denken sollte, und Ich schrieb die Sabbatheiligung mit eigenen Fingern vor.

Für Christen ist die Feier bloß des siebenten Tages in der Woche nicht maßgebend, sondern, so wie Ich jeden Tag arbeite und nie feiere, was ihr täglich an dem Laufe der Sonne, des Mondes, der Sterne, der Erde, an der Wandlung der Natur, in eurem Leben seht, da ihr täglich esst, trinkt, schlaft und wacht und also jeden Tag in gleicher Weise durch Meine Einrichtung begeht, also ist es Mein Wille, dass ihr auch täglich Mir Gott dient, Mich anbetet, verehrt durch Selbstheiligung verherrlicht und nur für Mich und durch Mich für den Nächsten in der Liebe lebt und wachst.

Doch soll der Sabbat, als siebente Tag, obwohl man alle Tage Gott in gleicher Art anbeten, verehren und verherrlichen soll, nicht aufgehoben werden, sondern er bleibt als ein vollkommener Feiertag, wo materielle Arbeit ruhen und nur Geistiges gedacht und gewirkt werden soll; doch sollen auch materielle Werke der Nächstenliebe gewirkt werden, wenn die Umstände dies erheischen, wie Ich Jesus Selber den Wassersüchtigen am Sabbat von seiner Krankheit heilte, und sagte, dass es für das Wohltun keinen Ausnahmetag gibt, da jeder Tag, ein Arbeitstag im Wirken der göttlichen Liebe ist.


Missverständnis über die Sabbatheiligung bei den Juden.

Das Halten des Sabbats war bei den geistestoten Israeliten sehr streng gehandhabt. In folgenden Stellen wird befohlen den Sabbat zu halten: 2. Mose 20,2 23,12 / 5. Mose 12-14 / Jes. 56,4-6 / Jer. 17,22+24+27. — In diesen drei Stellen wird gesagt, wer den Sabbat bricht, soll des Todes sterben: 2. Mose 31,14-16; 36,2 / Hes. 20,11-13.

Wie die Tatsache zeigt, hat weder das Volk, noch Moses, noch Aaron den Sinn der geistigen Sprache Gottes, im dritten Gebote verstanden. Im 4. Mose 15,32-36 steht folgende Geschichte: Als nun die Kinder Israels in der Wüste waren, fanden sie einen Mann aus ihrem Geschlechte Holz lesen an Sabbattage. Und die ihn dort gefunden haben, da er Holz las, brachten ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrückt, was man mit ihm tun sollte. Jehova aber sprach (geistig) zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen außer dem Lager. Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigte ihn, dass er starb, wie Jehova dem Mose gesagt hat. —

So geschah es, wegen des nicht Befolgens des Gebotes der Sabbatheiligung. —

Allein der Sinn der Worte Gottes war ein anderer, nämlich: "Der Mann soll des Todes sterben" bedeutet: "Ich rechne ihm das zur Sünde, die des Geistes Tod ist;" "dass ihn die ganze Gemeinde steinigen soll außer dem Lager", hatte aber diesen Sinn: "Die Ganze Gemeinde soll das Herz gegen den Übertreter des Gebotes verhärten“, d.h. nicht mithalten, sondern zu seiner Schande ihn meiden (bis er Buße tut). —

In folgenden Beispielen soll der falsche Begriff der Sabbatheiligung bei den Juden beleuchtet werden:

- Weil das Kochen Arbeit ist, so sollst du am Sabbat auch nicht essen, sondern hungern, denn das Essen ist auch Arbeit der zum Essen gehenden Füße, dann der Hände, des Mundes, des Magens und des Unterleibes; — also lasse auch dein Vieh hungern und dürsten, denn das Füttern und Tränken ist Arbeit. —

- Sammle nicht im Winter am Sabbat Holz und heize nicht am Sabbat ein, sondern erfriere lieber samt deiner ganzen Familie. Du bist zwar ein Menschen- und Selbstmörder, aber den Sabbat hast du nicht gebrochen, du spazierst nicht wegen Sabbatentheiligung, sondern bloß wegen dem mehrfachen Menschenmord in die Hölle.

- Wenn dir dein Kind ins Wasser fällt und es ertrinkt ohne deine Hilfe, so lasse es nur ertrinken; denn dadurch hast du den Sabbat nicht entheiligt, aber ein Menschenmörder bist du doch und die Hölle steht offen für dich.

- Wenn dir ein Ungewitter droht, dein Haus zu beschädigen oder gar zu zerstören, so schaue zu und lasse es geschehen; denn dadurch brichst du den Sabbat nicht, aber ein herzloser Verbrecher und Übeltäter an deiner Familie bist du doch, da du sie dadurch ins Unglück gestürzt hast. —

- Wenn deine Frau in Geburtsnot kommt, und es droht die Gefahr, es gehen ohne Hilfe Mutter und Kind zu Grunde, so lasse es ruhig geschehen, breche ja nicht die Sabbatsruhe, sondern breche lieber das fünfte Gebot und werde der doppelte Menschenmörder, nur dass du den Sabbat nicht entheiligt hast! —

Diese Beispiele sollen dir als die beste Beleuchtung des Missverständnisses der Sabbatentheiligung dienen. Nicht ruhen und faulenzen sollst du am Sabbat, sondern wachen und beten, dich heiligen und Werke der Liebe zu Gott und den Nächsten üben und wirken, wo du weißt und kannst und wo der Opferaltar Gottes, die da sind die Armen, Kranken und Bedürftigen, dir offen steht, dass du ihnen mit Rat und Tat behilflich bist und ihre Not linderst, ihre Krankheiten heilen hilfst, wenn du kannst, dann heiligst du den Sabbat so, wie Ich dein Vater Jesus, Der Ich Selber am Sabbat den Wassersüchtigen geheilt habe und den Buchstabenhelden des Gesetzes Mosis eine Predigt hielt, dass sie schweigen mussten ob ihrer falschen Deutung des Gesetzes.


Warum verließen die Urchristen den jüdischen Sabbat und führten den Sonntag ein?

Der gesetzliche jüdische Sabbat besteht nach Moses seit 1490, 30. März vor Christo. Die Urchristen aber, weil sie größtenteils aus Heiden sich sammelten, waren mehr für ihren Sonntag (dies solis) eingenommen und haben daher schon im Jahre 120 nach Christo auch den Sonntag angefangen zu heiligen.

Der Einwand war da, weil Ich Christus am Sonntag vom Tode auferstanden bin.

Allein, das war kein stichhaltiger Grund; denn Ich bin zwar nach dem Sabbat auferstanden, aber der 27. März, als der Auferstehungstag trifft sehr ungleich nach einem Nachsabbat als Sonntag am 27. März ein. Doch es blieb bei der Spaltung, da man den eigentlichen Monatstag der Auferstehung nicht mehr wusste, dadurch auch nicht einführen konnte, und daher geschah es, dass der Sinn des Heidnischen als Unterlage für das Ähnliches bedeutende Christliche diente.

Im Jahre 321 erließ endlich Kaiser Konstantin der Große ein Dekret, nach welchem allgemein die Feier des Sonntags statt des jüdischen Sabbats festgesetzt wurde. Er hasste die Juden und alles, was mit ihnen zusammenhing, und sagte:
"Dieser Tag soll als besonderer Anlass zum Besten betrachtet werden, weil er der Tag der Sonne, der Tag unseres Herrn ist."

Die Kirche, weil damals die römischen Bischöfe noch gehorsame Untertaten der Kaiser waren, musste dieses Dekret annehmen, obwohl es der Tag der Sonnenanbeter bei den Heiden war, aber damals hat man sich noch nicht getraut, dem Kaiser zu widersprechen oder gar sich zu widersetzen, und so verblieb es bis zum heutigen Tage.

Im Jahre 325 nach Christo, dem 20. Regierungsjahr Konstantins des Großen, wurde das berühmte Konzil von Nizäa einberufen. Auf diesem Konzil trat die römische Geistlichkeit mit der Behauptung auf, dass es einen zweiteiligen, aber doch einigen (!) Gott: Vater und Sohn gibt, dem sie nach 56 Jahren auf dem Konzil zu Konstantinopel noch den heiligen Geist zugesellte und so den dreipersönlichen Gott erfand.

Konstantin der Große war es, welcher über das Glaubensbekenntnis der Kirche entschied; er befahl nämlich den versammelten Bischöfen, die Dekrete des Konzils von Nizäa als Eingebungen des heiligen Geistes anzusehen. Seit dieser Zeit hat die Kirche dieses Glaubensbekenntnis, welches fast jeden Sonntag in allen orthodoxen Kirchen wiederholt wird, als authentisch erklärt, was aber entschieden nicht wahr ist, weil gerade auf diesem Konzile die Eingebung des heiligen Geistes ausblieb, da die römischen Priester um das Primat der Christuskirche für Rom eintraten und dafür stritten.

Diejenigen, welche die Lebensbeschreibung Konstantin des Großen gelesen haben, werden sich erinnern, wie merkwürdig der Charakter dieses sogenannten frommen Unterstützers der kirchlichen Dogmen oder Menschensatzungen war. Er verurteilte seinen eigenen Sohn und seine Gattin Fausta auf grundlosen Verdacht hin zum Tode, verstieß seinen Schwager Licinus und dessen unschuldigen Sohn, und ließ jeden seiner Gegner niedermetzeln. Trotzdem hat ihn die griechische Kirche heilig 
gesprochen und verehrt ihn mit der römischen Kirche zugleich als den "heiligen Konstantin". — Die römische Kirche fing an, nach und nach recht gewaltig zu werden, indem sie im Jahre 364 auf dem Konzil zu Laodizea gebot, dass jedermann muss den Sonntag beobachten und sprach den Bannfluch über alle diejenigen aus, welche an der Beobachtung des Sabbats des Herrn festhielten und nötigte alle, unter Strafe des Verfluchtwerdens, am Sabbate die alltägliche Arbeit zu verrichten.

So verwarf die römische Kirche den von Gott dem Moses angeordneten Sabbat, verfluchte diejenigen, die ihn nach göttlichem Willen feierten und billigten und setzte feierlich den Tag der heidnischen Anbeter der Sonne ein! —

In der ganzen heiligen Schrift findet man kein Wort zur Rechtfertigung dieses frevelhaften und gotteslästerlichen Gewaltstreiches gegen die göttliche Einsetzung des Sabbats, die Jehova mit Seinem göttlichen Finger selbst eingravierte: Du sollst den Sabbat heiligen!

Die Kirche machte zuerst aus Heiden Christen, dann aus Christen Heidenchristen; daher gedieh die Entfaltung der Sonn- und Feiertage nach und nach zu Tagen, die zum Fressen, Saufen, Unzuchttreiben, und allerlei Widerchristlichem zu begehen, gebraucht werden.

Wann die Menschen zur Einsicht und zur Liebe, Demut und Ehrfurcht vor Gott gelangen werden, werden sie wieder und zwar den lebenslänglichen Sabbat durch Erfüllung der göttlichen Gebote feiern und dann wird auch Mein göttlicher Segen auf der Welt ruhen.


Swedenborg fragt: Was haben wir eigentlich unter der Bezeichnung "Sabbat" zu verstehen?

"Man kann da nicht auf den Buchstabensinn pochen, sondern das Wort im weitesten geistigen Sinn auffassen. Denn der wahre Sabbat des Christen ist weder ein bestimmter Tag in der Woche, als da wäre der Samstag oder Sonntag, noch irgend ein Feiertag, möge er heißen Weihnachten, Neujahr, Dreikönigstag, Ostern, Pfingsten, Laubhüttenfest oder ein anderer Feiertag, sondern er ist vielmehr zu betrachten, als der Tag des Geistes im Menschen, das göttliche Licht im menschlichen Geiste, die aufgehende Sonne des Lebens in der menschlichen Seele, kurz der lebendige Tag des Herrn im Menschen, den er immer mehr und mehr erkennen und heiligen wird, je mehr seine Handlungen aus der wahren Liebe zu Gott und seinen Nächsten entspringen werden."

Vater Jesus: Um dieses zu erreichen, sollt ihr Tag auf Tag und fortwährend bis zur Wiedergeburt und Feuertaufe mit dem heiligen Geiste der Liebe, Weisheit und Kraft, auf eure Untugenden, Begierden, Gelüste, schlechten Eigenschaften und Laster Obacht geben und trachten selbe durch Entsagung auf die verschiedenen Freuden der Welt und Entäußerung von allem dessen, was euch zur Materie zieht, in euch vollständig unterdrücken und auszumerzen, damit ihr dann mit Gaben und Gnaden des heiligen Geistes begnadigt werdet, um Kinder Gottes zu werden.

Das ist die eigentliche Sabbatheiligung, wie sie bei den Adamiten und in den zehn Geboten auf Sinai gemeint war.

Die Heiligung des siebenten Tages aber ist bloß eine Arbeits-Ruhepause nach sechs Tagen, in welcher ihr mehr Zeit gewinnt an Mich zu denken und euch geistig zu heiligen oder geistig zu reinigen von Sünden, die euch zur Materie ziehen und alle eure Gedanken zu heiligen, d.h. sie ganz von der Materie und zu Mir zu kehren; denn Ich bin ein eifriger Bräutigam eurer Seele und dulde das Liebäugeln mit der Materie der Sünde nicht! Entweder ganz Mir dienen, oder ganz Materie, weil man Mir und Satan zugleich nicht dienen kann, da Ich der Herr im Geiste bin, der Satan aber der Herr in der Materie.

Da aber neben dem immerwährenden Sabbat doch auch der siebente Tag der Woche als Ruhe-, Erholungs- und Seelenheiligungstag erwünscht ist, so ist dann Mein Wille, dass ihr sollt den siebenten Tag als Ruhetag doch wieder zurück auf den Samstag übertragen und statt des Sonntags überall gleich feiern durch die Liebe zu Mir und durch die Betätigung in Werken der Nächstenliebe. Wie ihr die Sabbate heiligen sollt, habe Ich euch im Anhang zur „heiligen Dreieinigkeit“2 über den Besuch der Kirchen erklärt.


Die Sabbatheiligung bei den Israeliten.

Der Sabbat war bei den Israeliten ein hochheiliger Tag, weil er den Herrn vorbildete; die sechs Äonen oder Zeiträume waren Arbeiten und Kämpfe mit den Urgeistern in der Weltschöpfung, die siebente Äone stellt den geistigen Sieg des Jehovah über sie und so die Ruhe des Herrn dar, und daher wird für jede Äone ein Tag vorbildlich als Werktag und für die siebente Äone der Ruhetag Sabbat dargestellt, an welchem nur für das Heil der Seele geopfert werden sollte.

Aber man beobachtete das Gesetz bloß äußerlich materiell und brachte es auf diesem Wege am Ende so weit, dass man nicht einmal den Herrn des Sabbats erkannte, Ihn, den heiligen Vater, als Er von unendlicher Liebe getrieben, zu Seinen Kindern auf die Erde kam. Er kam wohl in das Seinige; allein die Seineigen waren verweltlicht, darum nahmen sie Ihn nicht auf, stritten mit Ihm, zeugten falsch von Ihm, trachteten Ihm nach dem Leben, und, als Seine Zeit verflossen war und Er es zuließ, ergriffen und kreuzigten sie Ihn! —

Der Sabbat stellte auch die Vorbildung der Zeit dar, in welcher Ruhe für das Tägliche herrschen, dafür aber desto mehr für das Ewige gesorgt und gesammelt werden sollte, bis die Erlösung am Kreuze für die Erbsünde erfolgte.

Diese Vorbildung fand ihren Abschluss durch Meinen Tod am Kreuze, als Sühne und Erlösung von den alttestamentlichen Vergehungen, worunter die Erbsünde gemeint ist.

Wie der Sabbat von nun an gefeiert werden sollte, zeigte Ich durch Meine Lebensweise, Worte und Taten; denn durch Mein Auftreten hörte die Vorbildung auf, es begann nun die Feier des Sabbats im Geiste und in der Wahrheit, das heißt durch geistige Sammlung und Seelenspeisung und durch Werke der Liebe zu Gott und den Nächsten.

Dass der Sabbat ein Tag zum Unterricht in göttlichen Sachen wurde, erseht ihr daraus, weil Ich an Sabbattagen in dem Tempel und in den Synagogen lehrte.

Als Entsprechung der geistigen Sammlung und Sättigung aus der göttlichen Speisekammer ist das geschichtliche Ereignis zu betrachten, dass, als Ich einmal mit Meinen Jüngern durch ein Saatfeld ging, die Jünger, da sie hungrig waren, die Ähren abrupften und die Getreidekörner aßen, was geistig soviel heißt als, dass man soll in das göttliche Kornfeld der Liebe gehen, dort die himmlische Lehre als Speise der Seele sammeln und einnehmen, um damit den geistigen Hunger mit guter Seelenspeise zu stillen, nach welcher man dann lebt und handelt.

Ich habe am Sabbatstage auch mehrere Kranke geheilt, was bei den Juden streng untersagt war, und worüber sie sich stark aufhielten, aber Ich gab ihnen solche Fragen und Aufklärungen über ihre falsche Anschauungs- und Handlungsweise, was den Sabbat zu heiligen betrifft, gegen ihr Murren und Zanken, dass sie Mir nichts erwidern konnten; Ich bewies ihnen, dass der Sabbat dafür da ist, um den Nächsten Gutes zu erweisen, und sagte ihnen, dass Ich auch der Herr über den Sabbat sei, das heißt, dass Ich der Herr bin, Der den Sabbat zu heiligen befahl, aber dass sie ihn nicht richtig verstehen zu heiligen; allein sie verstanden Mich nicht, dass Ich ihr Jehova sei, darum zeigte Ich ihnen durch Lehren und Kranke heilen, wie Ich es eigentlich einst gemeint habe, dass der Sabbat geheiligt werden soll.


Im geistigen Sinne

wird unter „Sabbat heiligen“ Folgendes verstanden: Durch die sechs Arbeitstage der Kampf gegen das Fleisch und seine Begierden, in welchen das böse und Falsche im Menschen besiegt, unterdrückt und der ganze Gemütscharakter für das Gute und Wahre eingeordnet und eingelebt wird; der siebente Tag, als die Verbindung mit dem Herrn, wird die Wiedergeburt oder die Feuertaufe mit dem heiligen Geiste bezeichnet, weil, wann dies erfolgt, der Kampf mit der Materie aufhört, und die Ruhe der Seele und des Gemüts eintritt.

Die Kämpfe des Menschen gegen das Fleisch und seine Begierden, entsprechen, wenn sie richtig geführt und gut ausgeführt werden, den Kriegen Jehovas in der Schöpfung, sowie den Kämpfen desselben in Mir, Jesus, gegen das Böse und Falsche des Fleisches und der Welt.


Im himmlischen Sinne

wird unter diesem Gebote verstanden: Die Verbindung des Menschen mit seinem Gott und Vater, oder die Erreichung der Gnade für den Eintritt in den Himmel, wo dann die Ruhe und den Frieden im Menschen herrschen. Deshalb wurde Ich Jesus der Friedenstifter genannt, weil Ich der Grund des himmlischen Zustandes im Menschen bin, wo ein wohltuender Friede und Zufriedenheit im Menschen herrschen. Jehova (Jesus) als Friedensfürst, wird in mehreren Stellen der Propheten als solcher bezeichnet...


Wie man heutzutage die Sonn- und Feiertage heiligt.

Nun kommen wir zur Betrachtung, wie die heutige christliche Welt ihre Sonn- und Feiertage heiligt, um den Unterschied kennen zu lernen zwischen Meinen geistigen immerwährenden Bußesabbat und dem von Priestern eingesetzten heidnischen, die Sonne-Anbetungstage oder Sonntage, als Menschensatzung.

Die heutigen Sonn- und Feiertage sind, wie sie nun gefeiert werden, besonders in der römisch katholischen Kirche, wahre Trauertage für Mich und Freudentage für den Satan und seine Höllenteufel. Die ganze kirchliche Zeremonie ist heidnisch und daher antichristlich, dadurch ein Gräuel in Meinen Augen, wie Ich an einigen Stellen des alten Testaments kundgab. —

Man geht Vormittags, Manche auch Nachmittags luxuriös und hochmütig, wie ein Pfau angezogen in die Kirche, wohnt der geisttötenden Zeremonie bei, glaubt als gläubiger Christ seine christliche Pflicht getan zu haben und geht so tot im Geiste nach Hause, wie man zur Kirche gegangen ist, weil man die Gedanken und Augen bei dem die Zeremonie aufführenden Priester und an den Luxuskleidern der Anwesenden und nicht im Geiste versunken bei Mir hatte.

Je größer der Feiertag, desto größere heidnische Zeremonie in den römischen Kirchen; desto größer der Luxus der parfümierten Kleider, wofür man dann in der Hölle in stinkende Fetzen und halbnackt angezogen herum geht. — Die Messen, wo die haute volee sich einfindet, sind für die Meisten nur Luxuskleider-, Entfaltungs- und Rendezvous-Messen und Großtuerei der Equipagenbesitzer.

Ist man einmal aus der Kirche, dann denkt man nicht weiter daran, sondern nur, wie man den Vor- und Nachmittag hinbringen soll. Man denkt aufs Visiten- und Ausflügemachen und Spazierengehen, wo recht viel Sündhaftes, aber selten etwas Geistiges gesprochen wird. Man denkt ferner an Essen, Trinken, Fahren, Reiten, Musik, Tanzen, Spielen und Saufen, Lügen, Betrügen, politische Vereinsversammlungen und alle möglichen Unterhaltungen, womit der Tag dem Bösem geweiht wird.

Eine notwendige Arbeit zu verrichten ist Sünde; Gott zu beleidigen aber nicht.

— Der Tag des Herrn sollte zum Anzünden des göttlichen Lichtes im menschlichen Geiste dienen, als die aufgehende Sonne des Lebens in der menschlichen Seele.

Dagegen wird gerade dieser Tag zum Feiern benützt, und wenn zuletzt die Gemüter erhitzt sind, — auf unzüchtige Geistesverwilderung und für Taten, die ihren Widerhall in der Hölle finden. —

Ich sage euch, es gibt keine traurigeren Verlusttage für Mich als eure Sonn- und Feiertage es sind, und keine größere Losgewinnstage für die Hölle, als die Tage, welche bloß für Mich gelebt und gefeiert werden sollten. Darum werde Ich alles wegschaffen müssen, um euch diese Tage, an welchen ihr in den Dienst des Satans, in die Hölle geht, so umzuändern, dass es euch unmöglich wird, sie bloß für die Freude und Vollfüllung der Hölle zu feiern.

Ich hätte noch viel darüber zu sagen, besonders über das Spielen, Fluchen und Mich lästern und Verüben von allerlei Verbrechen am Nächsten an solchen wilden Höllentagen; — aber das Beste ist es doch, dass Ich handle, statt Moralpredigten darüber zu halten, da ihr sonst doch nicht anders werdet. —

Es ist eine altbekannte Tatsache, dass die meisten Sünden an Sonntagen begangen werden; denn wenn die Gemüter erhitzt sind, dann kommt im Rausche der Gemütscharakter des inneren Menschen zur Geltung und da erkennt man an den Ausschreitungen, Rohheiten, Schimpfereien, Streiten, Prügeleien, Tumulten, Verbrechen und anderen Sünden und Lastern, welche Gattung von Höllengeist im Menschen sitzt, der im nüchternen Zustande durch Gesetze und den erzwungenen Anstand in Zügeln gehalten wird. Man erkennt dann aber auch, ob ein höherer Geist im Menschen ist; denn im Rausch gibt sich der Mensch, wie er ist, und da erkennt man bald den herrschenden Gemütscharakter und in welche Geistessphäre er gehört, in die gute oder in die höllische! —

Der Rausch ist der Verräter des inneren geistigen Menschen, weil sich der Mensch dann so gebärdet, wie er innerlich ist, wenn er nicht eine besondere Ursache hat, sich selbst im Zügel zu halten.

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1Kundgabe an Jakob Lorber

2Kundgabe an Franz Schumi