das 4. gebot

werner may   im paradies   17309 fahrenwalde   werner(at)paradies-auf-erden.de

Das 1. Gebot
Das 2. Gebot
Das 3. Gebot
Das 4. Gebot
Das 5. Gebot
Das 6. Gebot
Das 7. Gebot
Das 8. Gebot
Das 9. Gebot
Das 10. Gebot
































































































































































































































































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„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, 
auf dass du lange lebst und es dir wohlgehe auf Erden.“


Das Gebot in dem vierten Gebote.

In dem vierten Gebote wird ganz besonders befohlen, dass die Kinder ihre Eltern lieben, ehren, ihnen dienen, in Allem, was nicht wider Gottes Gebote ist, gehorchen, in geistlichen und leiblichen Nöten beistehen und für sie beten sollen.

Über die Kinderpflichten gegen die Eltern haben Propheten und Apostel geschrieben und diese Lehren sind in Ehren zu halten und zu erfüllen, wie folgt:

Ehre deinen Vater und deine Mutter; dieses ist das erste Gebot der Verheißung — Ehre deinen Vater von deinem ganzen Herzen, und vergiss nicht der Schmerzen deiner Mutter!

Wer den Herrn fürchtet, ehrt seine Eltern und dient denen als seinen Gebietern, die ihn erzeugt haben. Mit Wort und Tat (und in aller Geduld) ehre deinen Vater!

Ihr Kinder, seid euren Eltern in allem (was nicht gegen das Gebot Gottes ist) gehorsam; denn daran hat der Herr Sein Wohlgefallen. — Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn; denn das ist recht. — Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen und Er befiehlt, den Eltern auch zu gehorchen.

Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so soll sie (die Witwe) zuerst ihr eigenes Haus göttlich regieren lernen und ihren Eltern das empfangene Gute zu vergelten; denn das ist wohlgetan und angenehm vor Gott. —

Mein Kind, nimm dich deines Vaters im Alter an und betrübe ihn nicht, solange er lebt, und wenn seine Sinne abnehmen, so halte es ihm zugute, und verachte ihn nicht in deiner Kraft; denn die Wohltat, die du deinem Vater erzeigt, wird nimmer mehr vergessen.

So ermahne Ich vor allen Dingen, dass ihr zuerst Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen tut.


Das Verbot in dem vierten Gebote.

In dem vierten Gebote wird verboten: Den Eltern ungehorsam zu sein, sie zu hassen, zu verachten, zu spotten, zu schmähen oder zu verfluchen, sie in Not zu verlassen oder ihnen zu schaden, worüber folgende Wahrsprüche bestehen:

II. Timotheus 3,2+5: Es werden die Menschen sein voll Eigenliebe, habsüchtig, prahlerisch, hoffährig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, lasterhaft … und solche meide!

II. Samuel, Kap. 15-18: Lies die Geschichte Absaloms, des bösen Sohnes Davids.

Sprüche 23,22: Höre auf deinen Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt wird.

Sprüche 30,17: Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet der Mutter zu gehorchen, das sollen die Bachraben aushacken und die jungen Raben fressen.

3. Mose 20,9: Wer seinen Vater oder seine Mutter flucht, soll des (geistigen) Todes sterben. Sein Blut (d.h. Verbrechen) sei auf ihm, der seinen Vater oder seine Mutter geflucht hat.

2. Mose 21,15: Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, der soll des (geistigen ) Todes sterben. Sprüche 28,24: Wer seinen Vater oder seiner Mutter etwas nimmt und spricht, es sei nicht Sünde, der ist der Genosse eines Räubers.


Verheißung Gottes an brave Kinder.

Den Kindern, welche dieses Gebot erfüllen, ist langes Leben und Wohlergehen verheißen:

5. Mose 5,16: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir Jehova, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebst und dass dir es wohlgehe in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.


Strafe-Ausspruch auf böse Kinder.

Kinder, welche dieses Gebot nicht erfüllen, haben zeitliche und jenseitige Strafen zu befürchten:

5. Mose 27,16: Ehrlos sei, wer seinen Vater und seine Mutter nicht ehrt, und alles Volk soll sagen: Amen!


Dieses Gebot ist ein heiliges Gebot für jeden Menschen! —

Man denke nach, was die Eltern von der Geburt des Kindes an bis zu seiner Versorgung tun und sich plagen und sorgen müssen! — Diese Mühe und Plage und dieses fortwährende Sorgen können die Kinder ihren Eltern nie vergüten.

Die römischen Priester kümmern sich wohl wegen Geldverdienst um die Trauung der Brautleute, alles Andere aber, was die Erziehung der Kinder schon vom Mutterleibe her betrifft, ist ihnen Nebensache, erst dann, wenn die Kinder in die Schule kommen, wird die Gotteslehre den Kleinen so beigebracht, wie es die Priester brauchen, um gedankenlose, weil geistig getötete Kirchenläufer zu haben, die bloß das glauben, was die Priester sagen, alles andere aber für antichristlich erklären, und mag es den höchsten göttlichen Stempel der Wahrheit tragen, wenn es mit der Lehre der Priester nicht übereinstimmt. Die Menschen werden von zarter Jugend an von den Priestern geistig getötet, aus eigenem Herzen und Kopf zu denken verhindert, und der Kirche tot im Geiste untergeordnet. Denn die Kirche kann nur solche Gläubige für ihre Zwecke gebrauchen, nicht aber geistig geweckte und selbständig denkende Wesen. Darum verlangt sie unbedingtes und denkloses Glauben an die Unfehlbarkeit priesterlicher Worte.

Die Eltern haben in den Kindern eine hohe Verantwortlichkeit von Mir bekommen und Ich werde unverdorbene Wesen von ihnen zurückfordern, welche durch gute geistige Lehren veredelt worden sind.

Es fragt sich aber: Wie werden Mir geistig tote Eltern, geistig lebendige, erleuchtete und veredelte Kinder zurückgeben?

Es fragt sich ferner: Wie können Eltern, deren Leben und handeln gegen Meine Lehre verstößt, Mir ihre Kinder zu Engeln erziehen und ausbilden?

Sie erhalten wohl aus Meiner Hand unschuldige Wesen, allein die Lebensweise der Eltern entspricht den göttlichen Geboten nicht, und daher erziehen sie ihre Kinder statt zu Engeln — zu boshaften Teufeln. — Und was die Eltern nicht vollführen, dazu verhilft manche Menschensatzung in der geistigen Lehre, sowie die große Weltlichkeit in Schulen, Geboten und Einführungen.

Im weiteren Sinne, wenn die Eltern des Kindes tot sind, müssen die Vormünder, welchen die Mündel untergeordnet sind, geehrt und muss ihnen gehorcht werden.

Politisch ist die Liebe und Verehrung des eigenen Vaterlandes, welches euch nährt und beschützt, auch inbegriffen uns also auch der Gehorsam gegen die gute (!) Obrigkeit, die väterlich für ihre Untertanen sorgt; denn so lehrte Ich Jesus, weil was gut ist, das kommt von Gott, was aber nicht gut ist, das ist nicht von Gott.


Vergehen gegen das vierte Gebot:

Verweigerter Gehorsam gegen gottesfürchtige Eltern; den Kindern alles gewähren; zu jugendliches Verliebtsein dulden; Gehorsam gegen Eltern, welche die Kinder böses tun oder stehlen lehren, den Eltern Böses tun, die Eltern misshandeln, verletzen, töten; eigene Familie aus eigenem Verschulden, Sauf- oder Spielsucht, Arbeitsscheu und dergleichen Untugenden, Hunger und Not leiden lassen.

Eine Stelle aus „Die geistige Sonne“.1

Das vierte Gebot lautet ganz materiell, die Verheißung ein langes Leben und Wohlergehen nur auf Erden, allein diese Worte sind doppelsinnig, es gilt zwar als nur für das irdische Leben, aber der Haupt- und eigentliche Sinn des Gebotes ist rein-geistig, weil es vom Geiste Gottes herstammt. Der geistige Sinn aber lautet:

Kinder! Gehorcht der Ordnung Gottes, welche ausgeht aus Seiner Liebe und Weisheit (d.i. Vater und Mutter), auf dass ihr lange lebt auf Erden unter Wohlergehen.


Was versteht man unter "langes Leben", und was ist dagegen "ewiges Leben"?

— Das lange Leben bezeichnet das Leben in der Weisheit; und es wird unter "lang" nicht die Dauer, sondern die Ausbreitung und die stets größere Mächtigwerdung des Lebens verstanden; denn das Wort oder der Begriff "Leben" schließt ja schon für sich die ewige Dauer ein. Aber das Wort "lang" bedeutet ja durchaus keine Dauer, sondern nur eine Ausbreitung der Lebenskraft, mit welcher das lebende Wesen stets mehr und mehr in die Tiefen des göttlichen Lebens langt, und eben dadurch sein eigenes Leben stets vollkommener, fester und wirksamer macht. —

Dieses hätten wir; aber das Wohlergehen auf Erden was besagt denn das?

Nichts Anderes, als das Sich zu eigen machen des göttlichen Lebens; denn unter dem Wort "Erde" wird hier das Eigenwesen verstanden, und das Wohlergehen in diesem Wesen ist nichts Anderes, als das freie Sein in sich selbst nach der sich völlig eigen gemachten göttlichen Ordnung. —

Daraus ist zu ersehen, dass dieses Gesetz völlig rein geistiger Art ist.


Im geistigen Sinne

bin Ich Jesus nach der christlichen Theosophie euer Gott und Vater, weil Ich die Seele erschaffe, wie sie sein muss, und nur Ich ihr die Intelligenz gebe, dass sie den Menschenleib nach ihrer eigenen Gestalt und nach der, wie die Hauptmerkmale der Eltern sind, besonders das Antlitz der Mutter und des Vaters mit ihrer Willenskraft nachbildet.

Gott aber ist auch die Mutter des Menschen, denn durch die Lehre Gottes wird der Mensch geistig aufgebaut und ausgebildet zu einem Geistmenschen, wie er durch das Blut und die Pflege der irdischen Mutter zu einem Fleischmenschen empor gebildet wird.

Darum sagte Ich Jesus zu Meinen Jüngern: Ihr sollt niemanden auf Erden euren (geistigen) Vater nennen; denn das ist nur Einer und Der ist im Himmel. Dass dies richtig ist, beweist das Vaterunsergebet: Vater unser, der Du bist im Himmel (unserer Dich liebenden Herzen), geheiligt werde (durch Befolgung Deiner Gebote und durch die Liebe unserer Herzen) Dein Name.

Dass unter der Mutter im geistig-irdischen Sinne die Leitung der Gläubigen, welche das Wort Gottes lehrt und zergliedert und geistige Aufklärung gibt, zu verstehen sei, entnehmt ihr aus folgenden Stellen der Bibel:

Hosea 2,2+5: Sprecht Urteil über eure (falsche) Mutter (sagt Jehova), sie ist nicht Mein Weib und Ich nicht ihr Mann, (sie lehrt nicht Meine göttliche Lehre, sondern ihre von Menschen aufgestellten Satzungen, die sie für, vom heiligen Geist eingegebenen Lehre ausgibt).

Jesajas 50,1: So spricht Jehova: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, die Ich entließ, (da sie auch Falsches lehrte). … Siehe, Ihr seid, um eurer Sünden willen verkauft, und eure Mutter (die euch Falsches lehrt) ist wegen eurer Übertretungen euch gelassen. —

Hesekiel 16,45: Du bist Deiner (falschen) Mutter (schlechte) Tochter (oder schlechte Lehre), welche ihren Mann (Gott als Leitung) und Kinder (göttliche Lehren) von sich stößt, und bist eine Schwester deiner Schwester (eine Menschensatzung der Menschensatzungen) die ihre Männer (Gottes Leitungen) und Kinder (d.h. göttliche Lehren) von sich stößt (sich nicht darnach richtet).

Hesekiel 19,10: Deine Mutter (oder leitende Kirche) war wie ein Weinstock (wie die Liebeslehre gebärender Lebensstock), gleich wie du am Wasser (an der Lehre der Weisheit Gottes) gepflanzt; und seine Reben (oder Jünger) und Frucht (deren Liebeswerke) wuchsen von dem großen Wasser (von der Liebeslehre der Weisheit Gottes Jesus).


Entscheidender Beweis aus den Evangelisten:

Ich Jesus streckte Meine Hand über Meine Jünger aus und sprach: Meine Mutter und Meine Brüder und Schwestern sind diese, die den Willen Meines Vaters im Himmel tun.

Gott ist die geistige Sonne, die Liebe, der Vater des Himmels; die Erde aber ist dem entsprechend die materielle Mutter als Gebärerin der Ideen göttlicher Weisheit.

Swedenborg schreibt: Man muss festhalten, dass vom Herrn fortwährend eine göttliche Sphäre himmlischer Liebe gegen Alle ausgeht, welche die Lehre Seiner Kirche annehmen, und welche, wie die Kinder in der Welt dem Vater und der Mutter, Ihm gehorchen, sich zu Ihm halten, und von Ihm ernährt, dass heißt unterrichtet werden wollen; aus dieser himmlischen Sphäre entsteht die natürliche Sphäre, nämlich die der Liebe zu den kleinen und größeren Kindern, welche ganz allgemein ist, und nicht nur die Menschen, sondern auch die Vögel und die wilden Tiere, bis zu den Schlangen herab reicht, und nicht bloß das Beseelte, sondern auch das Unbeseelte ergreift.

"Damit aber der Herr auf diese, wie auf das Geistige einwirke, hat Er die Sonne erschaffen, welche in der natürlichen Welt wie der Vater, die Erde aber wie die Mutter sein sollte; denn die Sonne ist wie der gemeinsame Vater, und die Erde wie die gemeinsame Mutter, und aus ihrer Ehe entstehen alle Keime und Sprossen, welche die Oberfläche der Erde zieren; aus dem Einfluss jener himmlischen Sphäre entstehen jene wunderbaren Entwicklungen der Vegetation vom Samen zu den Früchten und zu neuen Samen; daher kommt auch, dass es mehrere Gattungen von Gewächsen gibt, welche bei Tag sozusagen ihr Gesicht der Sonne zuwenden, und es abwenden, wenn die Sonne untergeht; daher kommt auch, dass es Blumen gibt, welche beim Aufgang der Sonne sich öffnen, und beim Niedergang sich schließen, daher kommt ferner, dass die Singvögel in der ersten Frühe lieblich singen, und in gleicher Weise, nachdem sie von der Erde, ihrer Mutter, genährt worden sind; so ehren diese und jene, ihren Vater und Mutter."

"Alle diese Dinge sind Zeugnisse, dass der Herr durch die Sonne und die Erde in der natürlichen Welt für alle Notwendigkeiten des Lebendigen und Leblosen sorgt; weshalb es bei David heißt: "Lobst Jehova aus den Himmeln, lobt Ihn, Sonne und Mond, lobt Ihn von der Erde her, ihr Walfische und Abgründe, lobt Ihn, Fruchtbäume, alle Zedern, das Wild und jegliches Tier, das Kriechende, und der beflügelte Vogel; die Könige der Erde, und alle Völker, Jünglinge und Jungfrauen,"

und bei Hiob: "Frage nur die wilden Tiere und sie werden es dich lehren, oder die Vögel des Himmels, und sie werden dir's verkündigen, oder das Gesträuch der Erde, und es wird dich unterrichten, und es werden dir es erzählen die Fische des Meeres; wer von diesen allen weiß nicht, dass die Hand Jehovahs Solches gemacht hat? —

Frage, und sie werden lehren, bedeutet: schaue, werke auf, und urteile daraus, dass Jehova sie erschaffen hat."


Im himmlischen Sinne

wird unter Vater, Gott und Schöpfer Jesus Christus, Jehova Zebaot verstanden, und unter der Mutter die Gemeinschaft der Kinder Gottes, unter welcher Seine, durch den ganzen Erdkreis verbreitete echte Lehre und deren Vertretung (als wahre Kirche) verstanden wird. Dass Jesus der Vater ist zeigen Beweisstellen aus der heiligen Schrift:

Jesajas 9,5: Ein Knabe ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Name ist: Schöpfer, Weisheitsrat, Gotteskraft, Held, Vater von Ewigkeit und Friedensfürst.

Jesajas 63,16: Jehova Du unser Vater, Abraham kennt uns nicht, und Israel erkennt uns nicht; also Du Jehova bist unser Vater, unser Erlöser ist von Ewigkeit Dein Name.

Johannes 14,7-11: Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeige uns den (Gott) Vater, und Jesus spricht zu ihm: Wer Mich sieht, der sieht den Vater, wie magst du noch sagen, zeige uns den Vater, glaubt Mir, dass Ich im Vater bin, und der Vater in Mir ist.

Johannes 12,45: Wer Mich (Jesum) sieht, der sieht den (Gottvater), der Mich gesandt hat.

Johannes 10,30: Ich (Jesus) und der Vater (Jehova) sind Eins.

Dass unter der Bezeichnung "Mutter" im geistigen Sinne die Liebesgemeinschaft der Kinder Gottes verstanden wird, erhellt aus folgenden Stellen der heiligen Schrift:

Offenbarung 19,7+9: Es kommt die Zeit der Hochzeit des Lammes, und Sein Weib (die Liebe) hat sich bereitet; selig, die zum Mahl der Hochzeit des Lammes berufen sind.

Offenbarung 21,2: Ich (Johannes) sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem (die Liebesgemeinde der Kinder Gottes), zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

Offenbarung 21,9-10: Der Engel sprach zu Johannes: Komm! ich will dir Braut, des Lammes Weib (welche ist die göttliche Liebe), zeigen, und er zeigte die heilige Stadt Jerusalem (welche ist die Liebesgemeinde der Hochseligen oder der Kinder Gottes).

Dass unter dem „neuen Jerusalem“ die Liebesgemeinschaft der Auserwählten oder der Kinder des Himmels verstanden wird, erhellt aus den Evangelisten: Es kamen die Jünger Johannes zu Jesus und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer so oft, und Deine Jünger fasten nicht!? und Jesus antwortete ihnen: Können wohl die Hochzeitsgäste fasten und trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird schon eine Zeit kommen, wo ihnen der Bräutigam wird entzogen werden, alsdann werden sie fasten.

Ich Jesus nannte Mich hier den Bräutigam, wie im neuen Jerusalem, also waren es eben Meine Jünger, welche die Liebesgemeinde oder das neue Jerusalem vorstellten. Diese waren die Kinder der Liebe, oder Kinder Gottes, wie Ich Mich beim letzten Abendmahl ausdrückte: Dann werdet ihr einsehen, dass Ich in Meinem Vater (oder in Meiner Liebe) bin, und ihr in Mir seid, und Ich in euch bin, (d.h., dass die Jünger in Meiner Liebe sind, und dass Ich tatsächlich als Geist der Liebe Gottes in ihnen wohne).

Durch die Bezeichnung "Neues Jerusalem" ist die Gemeinde Meiner Liebeslehre gemeint, in dieser Gemeinde oder in den Kindern, welche durch Meine Liebeslehre zu Kindern Gottes, zu Auserwählten geworden sind, wie einst Meine Jünger es waren, sagte Ich, dass Ich in ihnen bin, sie sind Meine Wohnung oder das Haus des Herrn oder die echte Kirche Gottes. Ich Christus sagte nie, dass Ich in einer gebauten Kirche wohne, sondern in Menschen, als in einem Hause der Liebe.

Darum erklärte ich hier den Sinn des Wortes "Kirche": Urwort lautet "kiri-ka" und dies bedeutet "Herrn- oder Gotteshaus", kyrios griechisch "Herr", metathetisch "Gott"; ca geographisch, dann irisch, gälisch (urgemanisch) "Haus" und ka in kota sanskritisch, Hütte d.i. ka-uta "Haus-klein", (vergleiche dazu lat. ca-sa "Haus-klein) und uzzo italienisches Wortverkleinerungssuffix.

Daraus erhellt, dass die wahre Kirche Gottes die Liebe ist und ein Herz, das voller Liebe zu Gott und den Nächsten flammt. Diese Kirche, und nicht eine aus Stein oder Holz gebaute, ist Braut, Weib und Mutter Jesu im himmlischen Sinne. Die geistigen Kinder, die aus dieser Jesuliebesehe geboren werden, d.h. die durch Meine echte Lehre zu einem Haus Gottes, der Liebe in ihrem Herzen werden, heißen Söhne der Hochzeit, Kinder Gottes, vom Jesus Geborene.

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1Kundgabe an Jakob Lorber